Gerade mal 19 Prozent würden noch SPD wählen
publiziert: Mittwoch, 25. Nov 2009 / 11:44 Uhr

Hamburg - Die deutschen Sozialdemokraten haben auch nach der Wahl einer neuen Parteiführung in der Gunst der Wähler nicht zugelegt. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage rutschten sie unter 20 Prozent.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat eine schwere Aufgabe vor sich.
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Im «Stern-RTL-Wahltrend», der in der Woche nach dem SPD-Parteitag vom Institut Forsa erhoben worden war, sackten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 19 Prozent ab. Das ist der niedrigste Wochenwert, den Forsa je für die SPD gemessen hat.

Damit liegt die Partei vier Punkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten, als sie mit 23 Prozent ihr schlechtestes Resultat in der Geschichte der Bundesrepublik erzielte.

Grünen profitieren

Von der Schwäche der SPD profitieren in der Forsa-Umfrage die Grünen. Sie steigen um einen Punkt auf 13 Prozent. Die Unions-Parteien legen um einen Punkt auf 37 Prozent zu, die mit ihnen regierende FDP fällt um einen Punkt auf 12 Prozent.

Ungeachtet der Spekulationen um die Zukunft des erkrankten Parteichefs Oskar Lafontaine würden sich wie in den Wochen zuvor 12 Prozent der Wähler für die Linke entscheiden. Für «sonstige Parteien» würden 7 Prozent stimmen.

Gabriel «konturlos»

Der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel kann bei den Wählern trotz seiner umjubelten Antrittsrede auf dem Dresdner Parteitag Mitte November noch nicht punkten.

Auf die Frage, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich in der Umfrage nur 19 Prozent für Gabriel, 60 Prozent zogen Angela Merkel (CDU) vor. Gabriel habe «für die Menschen noch keine Konturen», erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner.

(tri/sda)

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