Keine Überraschung
Gerhard Pfister ist der einzige Kandidat für Darbellay-Nachfolge
publiziert: Montag, 15. Feb 2016 / 10:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Feb 2016 / 12:02 Uhr
Gerhard Pfister gehört seit 2003 dem Nationalrat an. (Archivbild)
Gerhard Pfister gehört seit 2003 dem Nationalrat an. (Archivbild)

Bern - Nun ist es offiziell: Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister ist der einzige Kandidat für die Nachfolge des abtretenden CVP-Präsidenten Christophe Darbellay. Das spreche für Pfister, findet der Präsident der Findungskommission.

4 Meldungen im Zusammenhang
Bis (gestern) Sonntag um Mitternacht konnten sich Interessenten bei der Findungskommission melden. Für das Amt des Präsidenten ging nur eine Kandidatur ein - jene von Pfister, wie die CVP-Findungskommission am Montag mitteilte.

Der Präsident der Findungskommission, der Luzerner Ständerat Konrad Graber, ist nicht enttäuscht darüber. "Es spricht für Pfister, dass keine Gegenkandidatur eingereicht wurde", sagte Graber auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das sei ein gutes Zeichen und eine gute Ausgangslage für Pfister.

Das Anforderungsprofil für das Amt schränke den Kreis möglicher Kandidaten bereits stark ein, gab Graber zudem zu bedenken. Es sei aber ein offener Prozess gewesen. Er habe noch am Sonntag ein letztes Gespräch geführt mit einem Interessenten - mit wem, wollte er nicht verraten.

Prominente Absagen

Gewählt wird der neue Parteipräsident am 23. April an der Delegiertenversammlung in Winterthur. Dass Pfister der einzige Bewerber sein dürfte, hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Andere mögliche Anwärter wie etwa der Solothurner Ständerat Pirmin Bischof und der Bündner Nationalrat Martin Candinas hatten abgesagt. Beide führten unter anderem zeitliche Gründe ins Feld.

Öffentlich über eine Kandidatur nachgedacht hatte der Berner Gemeinderat Reto Nause. Er entschied schliesslich jedoch, auf eine Kandidatur zu verzichten, weil sein Mandat als Berner Gemeinderat nicht mit dem Präsidium einer grossen Schweizer Partei vereinbar sei.

Buttet als Gegengewicht zu Pfister

Der 53-jährige Pfister gehört dem Nationalrat seit 2003 an und gehört zum rechten Flügel der Partei. Das passt nicht allen in der CVP. Der Walliser Nationalrat Yannick Buttet gab jüngst seine Kandidatur für das Vizepräsidium der CVP bekannt. Er sieht sich explizit als Gegengewicht zu Pfister.

Dass Pfister dem rechten Flügel der CVP angehört, werde Bestandteil der Gespräche sein, welche die Findungskommission noch mit ihm führen werde, sagte Graber. Bis am 31. März werde die Kommission ihre Empfehlungen aussprechen.

Der Walliser Buttet dürfte als Vizepräsidenten auf den Freiburger Dominique de Buman folgen, der nicht mehr zur Wiederwahl antritt. De Buman ist dieses Jahr zweiter Vizepräsident im Nationalrat und wird turnusgemäss 2018 den Nationalrat präsidieren. Das lasse sich schlecht vereinbaren mit dem Amt als CVP-Vizepräsident, begründete CVP-Sprecher Thomas Jauch das Abtreten von de Buman.

Zur Wiederwahl antreten will hingegen die zweite Vizepräsidentin der CVP, die Luzerner Nationalrätin Ida Glanzmann. Weitere Kandidaten für die beiden Vizepräsidenten-Posten gibt es nicht, wie die Findungskommission am Montag bekannt gab.

Kampf um "gewöhnliche" Präsidiumsplätze

Umkämpft sind hingegen die übrigen Plätze im Parteipräsidium, dem neben Präsident, Vizepräsidenten und Fraktionschef sieben Personen angehören. Neu im Präsidium Einsitz nehmen möchten der Berner Reto Nause, der Waadtländer Nationalrat Claude Béglé und der Präsident der Jungen CVP, Tino Schneider. Auch die CVP Frauen erheben Anspruch auf einen Sitz im Präsidium.

Die Bisherigen stellen sich alle zur Wiederwahl: Ständerat Pirmin Bischof (SO), die Nationalräte Martin Candinas (GR) und Stefan Müller-Altermatt (SO), Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (BL), die Aargauer Kantonsrätin Marianne Binder-Keller und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen.

Der amtierende Präsident der CVP, Christophe Darbellay, tritt nach zehn Jahren nicht mehr als Parteipräsident zur Wiederwahl an. Wegen einer Amtszeitbeschränkung war er auch nicht mehr für die nationalen Wahlen angetreten. Er sehe seine politische Zukunft im Wallis, hatte Darbellay in Interviews gesagt.

(arc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich/Bern - Gleich bei zwei Parteien steht ein Stabswechsel bevor. Für die SVP wird voraussichtlich Albert Rösti das ... mehr lesen
Albert Rösti dürfte voraussichtlich neuer Präsident der SVP werden.
Pfister soll Christophe Darbellays Nachfolger werden.
Luzern - Die CVP der Zentralschweizer Kantone möchten, dass der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister neuer Präsident der CVP ... mehr lesen
Bern - Der Berner Gemeinderat Reto Nause wird nun doch nicht Kandidat fürs Präsidium der CVP Schweiz. Er hat entschieden, ... mehr lesen
Reto Nause setzt auf die Politik in der Stadt Bern.
Der 38-jährige Yannick Buttet sitzt seit 2011 im Nationalrat.
Bern - Der Walliser Nationalrat Yannick Buttet kandidiert als Vizepräsident der CVP. Er sieht sich explizit als Gegengewicht zum ... mehr lesen
Pfister wär super . . .
Sehr kompetent, gradlinig und zudem noch von einer erfrischenden Intelligenz. Wieso nur können es solche Leute in der Schweiz so selten schaffen?!
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public ...
Zur Debatte stehen die weissen Säckchen, die an den Kassen der Detailhändler gratis abgegeben werden.
Zur Debatte stehen die weissen Säckchen, die an den ...
Nur noch Convenient-Shops sollen die Plastiksäcke anbieten  Bern - Wegwerf-Plastiksäcke sollen in der Schweiz doch nicht verboten werden. Die Branche hat offenbar angekündigt, freiwillig auf sie zu verzichten. Die Umweltkommission des Nationalrates (UREK) setzt deshalb auf eine Lösung ohne Verbot. 
Begrenzter Zeitrahmen aufgrund von «Brexit»  Bern - Erst nach der Brexit-Abstimmung am 23. Juni kann die Schweiz wieder mit der EU verhandeln. Noch im Sommer muss der Bundesrat ein Projekt vorlegen - Chefunterhändler Jacques de Watteville sprach deshalb am Samstag von einer «enormen Herausforderung».  
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 7°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 6°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 4°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 5°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 12°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten