Gescheiterter Freiburger Immobilienkaufmann gestorben
publiziert: Donnerstag, 14. Sep 2006 / 20:56 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Sep 2006 / 22:33 Uhr

Freiburg - Zu seinen besten Zeiten besass Jean-Marie «Keke» Clerc Immobilien im Wert von über 100 Mio. Franken, dann folgte der tiefe Fall im Zusammenhang mit Schwarzgeldzahlungen.

Jean-Marie «Keke» Clerc hatte in den 70-er und 80-er Jahren ein Immobilienimperium aufgebaut.
Jean-Marie «Keke» Clerc hatte in den 70-er und 80-er Jahren ein Immobilienimperium aufgebaut.
Nun ist der Freiburger Immobilienspekulant in Spanien gestorben. Sein Aufstieg geht auf die 70-er und 80-er Jahre zurück. Der Niedergang begann Anfang der 90-er Jahre. Neben den Schwarzgeldzahlungen, die ans Licht kamen, geriet er auch wegen des Brandes seiner Sägerei, den er veranlasst haben soll, in die Mühlen der Justiz.

Er wurde zu total 45 Monaten Zuchthaus verurteilt, von denen er gut 2 Jahre in Bellechasse verbüsste. Er sass auch längere Zeit in Untersuchungshaft. In die ganze Affäre, die landesweites Aufsehen fand, waren mehrere 100 Leute verwickelt.

Anstiftung zum Einbruch

1999 wurde er nochmals zu einer Haftstrafe verurteilt und zwar im Wallis. Er soll einen Drogenabhängigen zu einem Einbruch in Chamoson angestiftet haben. Die Schwarzgeldzahlungen hat Clerc eingeräumt, die andern Delikte stets bestritten.

Seit Jahren war er schwer krank. Anfang Woche ist er an Herzversagen gestorben, wie seine Familie am Donnerstag mitteilte.

(fest/sda)

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