Geschieden wichtiger als dunkel und weiblich
publiziert: Mittwoch, 28. Feb 2007 / 07:59 Uhr

Washington - Eine Frau zu sein oder eine dunkle Hautfarbe zu haben ist für US-Präsidentschaftskandidaten von geringerem Nachteil als ein hohes Alter oder mehrere Scheidungen. Das hat eine Umfrage der Zeitung «Washington Post» und des Fernsehsenders ABC News ergeben.

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Für die demokratischen Senatoren Hillary Clinton und Barack Obama dürften dies gute Nachrichten sein. Kein gutes Omen dagegen bedeutet die Umfrage für die potenziellen Präsidentschaftskandidaten John McCain und Rudolph Giuliani von der Republikanischen Partei.

In der am Dienstag veröffentlichten Umfrage erklärten 87 Prozent der Befragten, dass die Hautfarbe eines Kandidaten für ihre Entscheidung bei der Präsidentenwahl im nächsten Jahr keine Rolle spiele. Sieben Prozent würden eher einen Afro-Amerikaner wählen, sechs Prozent dagegen eher nicht. Obama will der erste US-Präsident mit afrikanischen Wurzeln werden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn es um das Geschlecht der Kandidierenden geht. So stehen sich die Befürworter und Gegner einer möglichen US-Präsidentin ebenfalls in gleich grossen Fraktionen gegenüber: 14 Prozent würden eher eine Frau wählen, 13 Prozent eher nicht.

72 Prozent der Befragten wollen sich dagegen gar nicht danach richten, ob es sich bei dem Kandidaten um Mann oder Frau handelt. Clinton will die erste Präsidentin der USA werden.

Hohes Alter nachteilig

Die Aussichten auf einen Wahlsieg werden der Umfrage zufolge am stärksten durch ein hohes Alter geschmälert: 58 Prozent gaben an, eher nicht für einen Kandidaten mit einem Alter von mehr als 72 Jahren stimmen zu wollen. Diese Beschreibung trifft im nächsten Jahr auf McCain zu.

Immerhin 26 Prozent der Befragten erklärten zudem, eher nicht für einen Kandidaten stimmen zu wollen, der mehrere Scheidungen hinter sich hat. Giuliani hat sich zwei Mal scheiden lassen.

Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt allerdings, dass die aktuelle Umfrage nur begrenzt aussagekräftig sein dürfte: So wählten die US-Amerikaner in den 1980er Jahren Ronald Reagan zum Präsidenten, obwohl er zu dem Zeitpunkt bereits über 72 Jahre alt war. Und Reagan war ebenso geschieden, wenn auch nur einmal.

(dl/sda)

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