Schutz vor Datensammeln
Gesetz schützt US-Schüler vor Datensammelwut
publiziert: Dienstag, 16. Sep 2014 / 08:32 Uhr
Eine Datenverwendung wie in den USA ist in Zentraleuropa kaum vorstellbar. (Symbolbild)
Eine Datenverwendung wie in den USA ist in Zentraleuropa kaum vorstellbar. (Symbolbild)

Kalifornien/Hamburg - Ein neues Gesetz im US-Staat Kalifornien soll Schüler vor dem massiven Datensammeln grosser Technologie-Konzerne schützen.

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Weil die Sprösslinge durch die Schule immer stärker in Datenbänke und Netzwerke integriert sind, ergreift die Regierung nun Schutzmassnahmen gegen die Durchleuchtung seitens der wachsenden Schultechnologie-Branche.

Daten als Karrierehemmnis

Eine Datenverwendung wie in den USA ist in Zentraleuropa kaum vorstellbar. «In Deutschland schreiben schulspezifischen Gesetze und ergänzend die Datenschutzgesetze technische und organisatorische Massnahmen vor, die der Sicherung und dem Schutz der zu schulischen Zwecken erhobenen Daten der Kinder dienen», so der Hamburger Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar gegenüber pressetext.

Dem Experten nach ist jede Schule mit Blick auf die Gesetzeslage dazu verpflichtet sicherzustellen, dass kein unberechtigter Zugriff auf die zulässigerweise erhobenen und gespeicherten Daten der Schüler passieren kann. Das neue US-Gesetz verbietet Bildungs-Websites, Apps und Cloud-Services den Verkauf und die Veröffentlichung von Informationen über deren junge Nutzer.

Begründet wird diese strickte Massnahme der Regierung auch damit, dass die Auskunft über Lernschwächen, Verhaltensauffälligkeiten oder Behinderungen immense Benachteiligungen in den Karriere-Aussichten mit sich ziehen kann. Obwohl bereits andere US-Staaten eigene Gesetze für die Schultechnologie-Branche verabschiedet haben, ist die kalifornische Ausführung bislang die am weitesden umfassendste. Der Schutz der Schüler soll in den Bildungseinrichtungen bewahrt werden.

Vernetzung in den USA normal

In vielen amerikanischen Schulen sind eigene soziale Netzwerke völlig normal. In Georgia beispielsweise gibt es an vielen Schulen die Möglichkeit, das Mittagessen per biometrischem Identifikationssystem zu bezahlen. In einer New Yorker Grundschule ist für die Lehrkräfte sogar eine App entwickelt worden, aus der sie Informationen über das Verhalten und die Eigenschaften ihrer Schüler erhalten. Überall im Land sind ausserdem Sportteams zum Kontaktaustausch miteinander vernetzt.

2013 erreichten Software-Angebote für Kindergartengänger bis hin zu Zwölftklässlern einen wirtschaftlichen Ertrag von mehr als sieben Bio. Dollar (rund 6,5 Mrd. Franken). Die Anbieter dieser speziellen Technologien sammelten bislang unzählige Informationen über ihre Anwender. Für viele amerikanische Schüler bedeutete das die komplette Ausleuchtung ihrer schulischen Laufbahn. Dem soll nun per Gesetzesentscheid Einhalt geboten werden.

(flok/pte)

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