Gespaltene Reaktionen auf Cablecom-Preissenkung
publiziert: Dienstag, 14. Nov 2006 / 17:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Nov 2006 / 18:59 Uhr

Bern - Die Reaktionen auf die Preissenkung von Cablecom sind gespalten: Preisüberwacher Strahm ist nur halb zufrieden. Konkurrentin Swisscom reagiert gelassen, den Konsumentenschutz bringt der Preisanstieg im analogen Bereich in Rage.

Preisüberwacher Rudolf Strahm ist mit den neuen Cablecom-Preisen nicht ganz zufrieden.
Preisüberwacher Rudolf Strahm ist mit den neuen Cablecom-Preisen nicht ganz zufrieden.
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Der Preisüberwacher und Cablecom haben bei den TV-Abonnementspreisen keine einvernehmliche Regelung erzielt. Cablecom hätte gerne mehr herausgeholt. Die Preise für die Jahre 2007 bis 2009 werden Cablecom deshalb nun in Form eines Letters of Intent diktiert.

Bei deren Einhaltung verzichte die Preisüberwachung auf die Eröffnung eines formellen Verfahrens wegen Preismissbrauchs, sagte Preisüberwacher Strahm vor den Medien in Bern. Cablecom hat sich inzwischen bereit erklärt, diese Toleranzgrenzen einzuhalten. Sie entsprechen den gleichentags von Cablecom bekanntgegebenen Preisen.

Er sei mit der Reduktion des Set-Top-Box-Preises einverstanden aber unzufrieden mit der Verteuerung im Analogbereich, so Strahm weiter.

Preiserhöhung beim analogen Fernsehen eine «Frechheit»

Einerseits begrüsse die Stiftung für Konsumentschutz SKS die neue Preispolitik von Cablecom im digitalen Bereich, sagte Jacqueline Bachmann, Geschäftsführerin des SKS. Jedoch finde sie die Preiserhöhung beim analogen Fernsehen eine «Frechheit». Konsumenten müssten für ein verringertes Angebot mehr zahlen.

Zudem habe Cablecom an der Grundverschlüsselung für Digital-TV festhalten können. Dies verhelfe dem Kabelnetzbetreiber zu einer untragbaren Monopolsituation. Das Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und die Wettbewerbskommission (WEKO) müssten jetzt ihre Verantwortung gegenüber den Konsumenten wahrnehmen.

Bluewin TV direkte Konkurrentin

Die Swisscom - mit Bluewin TV direkte Konkurrentin - teilte mit, es seien keine Preissenkungen bei ihrem seit Montag aufgeschalteten Angebot Bluewin TV geplant.

«Unser Angebot ist nach wie vor sehr gut positioniert, weil es deutlich mehr kann», sagte Swisscom-Sprecher Sepp Huber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Cablecom biete zum Beispiel keine Videothek zum Herunterladen auf Knopfdruck an.

1,3 Mio. Kunden hätten in der Schweiz bereits Breitbandinternet ADSL. Für diese sei Bluewin TV eine gute Gelegenheit, für wenig Aufgeld den TV-Anbieter zu wechseln.

(smw/sda)

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