Gespannte Ruhe im Swisscoy-Bereich in Kosovo
publiziert: Donnerstag, 18. Mrz 2004 / 18:32 Uhr

Bern - Im Einsatzgebiet der schweizerischen Swisscoy-Kompanie in Kosovo ist es nach Einschätzung ihres Presseoffiziers angespannt, aber ruhig. Die Lage ändere sich indes sehr schnell, sagte Swisscoy-Presseoffizier Kurt Staub der Nachrichtenagentur sda.

Es sei zu Demonstrationen in der nahe gelegenen Stadt Suva Reka gekommen. Im Dorf Orahovac hätten Kosovo-Albaner Steine auf die dortige serbische Minderheit geworfen.

Hier schützt ein mechanisierter Infanteriezug der Swisscoy (mit etwa 50 Mann und 4 Prianha-Schützenpanzer) zusammen mit Österreichern die rund 300 Menschen umfassende serbische Minderheit. Die Demonstrationen in der Swisscoy-Einsatzregion waren aber laut Staub nichts gegen die Ausschreitungen in Mitrovica.

Derweil hat die Nato nach den schwersten ethnischen Unruhen im Kosovo seit fünf Jahren mit mindestens 22 Toten ihre Truppen in der südserbischen Provinz verstärkt. 350 in Bosnien-Herzegowina stationierte Soldaten seien in die Unruheregion entsandt worden, teilte das Bündnis in Brüssel mit.

Die NATO erwägt, ihre Truppen um insgesamt bis zu 2000 Soldaten aufzustocken. Die Entscheidung darüber werde in den kommenden Tagen fallen, verlautete in Brüssel. Der Kommandant der Stabilisierungstruppe für Kosovo (KFOR), Holger Kammerhoff, ermächtige die Friedenstruppen, im Notfall Gewalt anzuwenden.

Von der ethnisch geteilten Stadt Kosovska Mitrovica, wo die Unruhen begonnen hatten, und von Caglavica aus griffen die Ausschreitungen am Mittwochabend auf die gesamte Provinz sowie auch auf Serbien über.

Am Tag nach den Zusammenstössen bezogen die Friedenstruppen an wichtigen Gebäuden und Strassenkreuzungen Position. Die inländischen Grenzen der Provinz zur Republik Serbien wurden geschlossen.

In Obilic nahe der Provinzhauptstadt Pristina wurden eine orthodoxe Kirche und mehrere Häuser von Serben in Brand gesteckt. In Pristina und in Pec versammelten sich Zehntausende und riefen nach der aufgelösten albanischen Untergrundarmee UCK. Auch in der Republik Serbien kam es zu Ausschreitungen und Protesten. In Belgrad und Nis skandierten Tausende von nationalistischen Serben Aufforderungen zum Mord an Kosovo-Albanern.

Serbiens Regierungschef Vojislav Kostunica bezeichnete die Unruhen nach einer Krisensitzung des Kabinetts als Versuch eines Pogroms und ethnischer Säuberungen. Der KFOR warf er vor, nicht angemessen auf die Gewalt zu reagieren. Nur eine territoriale Autonomie für die Serben im Kosovo könne deren Sicherheit garantieren.

(rr/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen Kalten Krieg will er trotz mehr Präsenz im Osten vermeiden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -3°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 0°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern -2°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 0°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten