Gespannte Ruhe in Birma
publiziert: Sonntag, 26. Aug 2007 / 13:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Sep 2007 / 10:39 Uhr

Rangun - Nach einer Woche heftiger Bürgerproteste und massiver Repressionen durch die Militärregierung waren die Strassen in der grössten Stadt Rangun nach Medienberichten wie leergefegt.

Die Menschen gehen in Rangun kaum mehr vor die eigene Haustüre. (Archivbild)
Die Menschen gehen in Rangun kaum mehr vor die eigene Haustüre. (Archivbild)
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Das Regime hat mindestens 13 prominente Dissidenten festgenommen. Die Staatspresse bezeichnete die Demonstranten, die gegen die Verdoppelung der Benzinpreise protestiert hatten, am Samstag als Terroristen und warf ihnen vor, Unruhen im Stil der landesweiten Studentenproteste von 1988 schüren zu wollen.

Die Armee hatte den Aufstand damals brutal niedergeschlagen. Dabei waren nach Schätzungen mehrere tausend Menschen ums Leben gekommen.

Studentenführer von 1988 in Haft

Unter den 13 festgenommenen Dissidenten sind auch Ko Ko Gyi und Min Ko Naing, Studentenführer von 1988.

Min Ko Naing war bereits 15 Jahre im Gefängnis, davon die meiste Zeit in Insolationshaft.

Er hat wegen seiner friedlichen Proteste zahlreiche Menschenrechtspreise gewonnen.

Mindestens 2000 politische Gefangene

Die Männer hatten im vergangenen Jahr eine Petition organisiert, um gegen Folter und Haft für politisch aktive Bürger zu protestieren.

Auch der bekannte Dissident Htin Kyaw wurde am Samstag festgenommen, als er gegen die Preiserhöhungen protestieren wollte.

In Birma gibt es nach Schätzungen mindestens 2000 politische Gefangene. Das Land wird seit einem Putsch 1962 von einer Militärjunta regiert.

Die Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi wird seit Jahren isoliert unter Hausarrest festgehalten. Sie war 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

(rr/sda)

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