Gespräch über Zukunft des Kosovo
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 20:51 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Mrz 2006 / 10:20 Uhr

Bern - Einen Tag vor Fortsetzung der Kosovo-Verhandlungen in Wien hat Bundesrätin Micheline Calmy-Rey den UNO-Sondergesandten für die Statusverhandlungen, Martti Ahtisaari, empfangen.

Kosovo – hier die Hauptstadt Pristina – soll laut Calmy-Rey unabhängig werden.
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Bern fordert «eine Form der Unabhängigkeit» für das Kosovo. Die Schweiz habe «ein grosses Interesse an politischer und wirtschaftlicher Stabilität in Südosteuropa im Allgemeinen und im Kosovo im Speziellen», hiess es nach dem Gespräch in Bern aus Calmy- Reys Ministerium, dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Region sei daher «ein Schwerpunkt der schweizerischen Aussenpolitik».

Für Unabhängigkeit

Der Schweizer UNO-Botschafter in New York, Peter Maurer, hatte sich bereits im Mai vergangenen Jahres vor dem Sicherheitsrat für eine Entwicklung Richtung formeller Unabhängigkeit des Kosovo ausgesprochen. Die Unabhängigkeit des Kosovo dürfe Belgrad aber nicht einfach auferlegt werden.

Seit dem Eingriff der NATO 1999 sei das Kosovo «de facto» getrennt von Serbien und Montenegro. Rechtlich gelte es aber immer noch als Teil des Landes. Diese Situation sei für beide Seiten nicht befriedigend. Eine Wiedereingliederung des Kosovo unter der Souveränität Serbien und Montenegros sei «weder wünschenswert noch realistisch», sagte Maurer vor dem Sicherheitsrat.

Zusammenarbeit besprochen

Das Treffen zwischen Calmy-Rey und Ahtisaari habe Gelegenheit geboten, die Position der Schweiz darzulegen und ihre Rolle im Kosovo zu erörtern, hiess es aus dem EDA weiter. In der Schweiz lebt unterdessen die zweitgrösste Exilgemeinde von Kosovaren in Europa, geschätzte 200 000 bis 300 000 Menschen.

Diskutiert wurden beim Treffen in Bern nach EDA-Angaben auch mögliche Felder der Zusammenarbeit, vor allem beim Minderheitenschutz und der Gemeindeverwaltung.

Die Schweiz wolle das Know-how und die besonderen Erfahrungen in Demokratie, Föderalismus und Minderheitenschutz in den Reformprozess im Kosovo einbringen.hängigkeit verlangt, bietet Belgrad nur eine weitgehende Autonomie innerhalb Serbiens an.

(sda)

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