Gespräche mit Schweden
publiziert: Freitag, 11. Feb 2005 / 16:53 Uhr

Bern - Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat in Bern ihre schwedische Amtskollegin Laila Freivalds zu einem offiziellen Arbeitsbesuch getroffen.

Laila Freivalds erläuterte Calmy-Rey Schwedens Erfahrung mit der EU.
Laila Freivalds erläuterte Calmy-Rey Schwedens Erfahrung mit der EU.
Die beiden kannten sich bereits von Ministerinnen-Treffen in Genf und New York. "Es ist aber wichtig, dass wir uns auch einmal auf offizieller Ebene getroffen haben", sagte Calmy-Rey auf dem Landsitz Lohn bei Bern vor der Presse. Freivalds stimmte ihr diesbezüglich bei und lobte zugleich die "sehr gute" Zusammenarbeit der beiden Länder.

Bei dem Gespräch der Ministerinnnen standen die Europapolitik und die bilateralen Beziehungen der Schweiz zur EU im Vordergrund. Freivalds erläuterte Calmy-Rey Schwedens Erfahrung mit der EU-Vergrösserung und der Personenfreizügigkeit. "Diese hatte keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt", sagte Freivalds.

Verständnis

Calmy-Rey erläuterte der schwedischen Aussenministerin ihrerseits den Stand der Diskussionen um den Kohäsionsbeitrag der Schweiz an die EU. Freivalds verstehe die Schweizer Position, keinen Staatsvertrag abschliessen zu wollen. Sie habe aber auch Verständnis für die EU. Es müsse weiter nach einer Lösung gesucht werden, sagte Freivalds.

Im Weiteren schilderte Calmy-Rey Freivalds ihre Reise in den Nahen Osten. Auch die Seebeben-Katastrophe wurde diskutiert, wie beide Ministerinnen sagten. Die Schweiz und Schweden hätten ähnliche Probleme bei der Bewältigung der Katastrophe gehabt und seien diese auch ähnlich angegangen, sagte Freivalds. Calmy-Rey drückte Freivalds im Namen der Schweiz ihr Beileid für die zahlreichen schwedischen Opfer aus.

Exzellente Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Schweden seien exzellent, sagte Calmy-Rey weiter. In der Wirtschaft sei die Situation stabil. Darüberhinaus witzelten die beiden Ministerinnen, dass die Schweden und Schweizer im Ausland oft miteinander verwechselt würden.

(bert/sda)

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