«Gespritztes» Genfer Botellón
publiziert: Samstag, 23. Aug 2008 / 18:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Aug 2008 / 19:21 Uhr

Genf - Das Wetter hat am Freitagabend beim Botellon in Genf nicht mitgespielt. Der Regen hielt offenbar viele von einer Teilnahme ab. Nur 300 Personen fanden sich am späten Abend im Parc des Bastions ein. Gegen 03:00 Uhr Nachts war der Park leer.

Nur ein Fotograf des «Sonntagsblicks» fand das Botellón nicht lustig.
Nur ein Fotograf des «Sonntagsblicks» fand das Botellón nicht lustig.
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Genf hatte vergangene Woche als einzige Stadt der Schweiz diese Art Treffen toleriert, die aus Spanien stammen. Sie verlangte jedoch unter anderem, dass der Park nach dem Fest gesäubert wird.

«Die erwarteten Exzesse haben nicht stattgefunden», sagte Patrick Pulh, Sprecher der Genfer Polizei. Bedauernswert sei einzig die Aggression gegen einen Deutschschweizer Pressefotografen.

Jemand aus einer Gruppe angetrunkener Jugendlicher hatte nach dem Fotografen des «Sonntagsblick» eine Flasche geworfen und ihn dadurch am Kopf verletzt. Der Fotograf musste ins Spital. Laut den Organisatoren des Massentrinkens hatten diese Jugendlichen nichts mit dem Fest zu tun.

Deutlich weniger Müll

Auch aus Sicht der Stadt Genf ist die Veranstaltung ohne grössere Reibereien verlaufen. «Wir ziehen eine akzeptable Bilanz,» sagte Sami Kanaan, Direktor des Stadtgenfer Departements für Soziales, Jugend und Sport. Er bedaure einzig den Angriff auf den Pressefotografen.

Die Organisatoren hätten den Grossteil der Reinigungsarbeiten und den Müll weggeräumt, sagte Kanaan weiter. Die Putzequipen hätten einen deutlich weniger verwüstete Situation vorgefunden als beim letzten Massentrinken.

An einem Botellón wird zwar Alkohol getrunken, das Ziel ist jedoch nicht, sich möglichst rasch zu betrinken, wie ein Teilnehmer am Freitagabend betonte. Ein anderer meinte, es brauche ein solches Fest, da sich in Genf nicht viel ereigne und es zu wenig Orte gebe, um sich zu amüsieren.

Die aus Spanien stammenden und als «Botellón» (grosse Flasche) bekannten Massenpartys schwappen derzeit auf mehrere Schweizer Städte über. Zürich, Bern und Genf sind mit Aufrufen zu einem Massentrinken konfrontiert.

(tri/sda)

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