Noch nicht ausreichend verankert
Gesundheitsförderung für Generation «50plus» erwartet
publiziert: Donnerstag, 19. Feb 2015 / 17:42 Uhr
Vereinbarkeit von Privatsituation und Beruf sowie die Zusammenarbeit zwischen der jungen und älteren Belegschaft wurde gewünscht.
Vereinbarkeit von Privatsituation und Beruf sowie die Zusammenarbeit zwischen der jungen und älteren Belegschaft wurde gewünscht.

Bern - Die demografische Entwicklung erfordert bei Arbeitgebern ein Umdenken. So erwartet die berufstätige Generation «50plus» angesichts der Diskussion über die Erhöhung des Rentenalters spezifische gesundheitliche Massnahmen.

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Dies teilte die Gesundheitsförderung Schweiz am Donnerstag mit. Die Ergebnisse der bei 452 Erwerbstätigen im Alter von «50plus» von gfs-zürich im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz durchgeführten Umfrage zeigten, dass das Thema «Gesundheit bei älteren Mitarbeitenden» in den Betrieben noch nicht ausreichend verankert sei.

Drei Viertel der Befragten hätten angegeben, dass der gegenwärtige Arbeitgeber keine Umfragen zum Thema Gesundheit durchführe, obwohl sich dies eine Mehrheit der Erwerbstätigen wünsche.

Gemäss einem Grossteil der Befragten stelle ihr Arbeitgeber zwar Massnahmen für die Gesundheit der Mitarbeitenden wie etwa Ernährungs-, Sport- und Bewegungsangebote sicher. Die berufstätige Generation «50plus» würde jedoch spezifische, dem Alter entsprechende Massnahmen befürworten.

So sei überwiegend der Wunsch geäussert worden, dass der Arbeitgeber die Vereinbarkeit von Privatsituation und Beruf für ältere Mitarbeitende verbessern sowie die Zusammenarbeit zwischen der jungen und älteren Belegschaft fördern sollte.

Auch KMU sind gefordert

Massnahmen für die Gesundheit würden im öffentlichen Dienst oder auch in grösseren Unternehmen eher durchgeführt. Die Schweiz sei aber ein KMU-Land. Somit bedürfe es auch in kleinen und mittleren Betrieben einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Gesundheit der älteren Mitarbeitenden.

Erwerbstätige müssten heute länger gesund, leistungsfähig und motiviert im Berufsleben stehen und gleichzeitig durch lebenslanges Lernen immer wieder aktuelle Qualifikationen erwerben. Eine Gesundheitsförderung der Generation «50plus» sei deshalb unabdingbar.

Die Stiftung, die von Kantonen und Versicherern getragen wird, verweist zur Begründung auch auf den demografischen Wandel: Im laufenden Jahr würden in der Schweiz erstmals mehr Menschen den 65. als den 20. Geburtstag feiern. Bis 2060 werde der Anteil der Personen im erwerbstätigen Alter an der Gesamtbevölkerung von 62 Prozent auf 53 Prozent sinken.

(jbo/sda)

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