Gesundheitsinitiative: Weniger Befürworter
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2003 / 21:01 Uhr

Bern - Drei Wochen vor dem Abstimmungstermin schrumpft das Lager der Befürworter der SP-Gesundheitsinitiative. Im Vergleich zur ersten Umfrage vor einem Monat beträgt der Rückgang 13 Prozent. Grund ist eine Bewegung Richtung Stimmabstinenz.

36 Prozent der teilnahmewilligen Bürgerinnen und Bürger wollten drei Wochen vor dem Termin die Initiative annehmen. 35 Prozent wollten sie ablehnen, wie das GfS-Forschungsinistitut zu einer von der SRG SSR idée suisse veranlassten Umfrage mitteilte.

In einer ersten Umfrage von Ende März hatten sich noch 13 Prozent mehr hinter die Initiative gestellt. Die Absetzbewegung vollzog sich zugunsten der Stimmabstinenz und in geringerem Masse ins Untentschlossenen- oder Gegnerlager.

Die Umfrage zeigt laut dem Institut das typische Muster bei der Meinungsbildung zu Initiativen. Zuerst startet die Zustimmung mit einem Vorsprung, der dann aber schrumpft. Der allgemeine Trend bei Initiative gehe zum Nein. Dies treffe auch auf die SP-Initiative zu.

Die Annahmebereitschaft sank von 49 auf 36 Prozent, das Nein-Lager legte von 30 auf 35 Prozent zu. Die Unschlüssigen wuchsen von 21 auf 29 Prozent. Dies habe andere Ursachen als gewöhnlich, schreibt das Institut. Gewöhnlich nehme die Stimmbereitschaft und dadurch das Nein-Lager zu.

Mit 42 Prozent Beteiligungsabsicht sei im aktuellen Fall die Stimmbereitschaft um 11 Prozent erheblich gesunken. Namentlich die Romandie fällt ins Gewicht. Die Stimmwilligen verminderten sich von 68 auf 48 Prozent. Die meisten Rückzieher stammten von SP-nahen Personen.

Die grösste Veränderung wies die Gruppe der unteren Einkommensklassen auf. Die Zustimmung nahm überdurchschnittlich ab, die Ablehnung zu. Der Trend zum Nein zeigte sich abeschwächt auch bei SVP, CVP und in der Romandie.

Das GfS-Forschungsinstitut befragte zwischen dem 28. April und dem 2. Mai 1310 Stimmberechtigte in den drei Sprachregionen des Landes.

(bert/sda)

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