Gesundheitsskandal in Italien: Weitere Kliniken im Visier
publiziert: Mittwoch, 11. Jun 2008 / 15:38 Uhr

Rom - Der Skandal um eine «Horror-Klinik» in Mailand, in der medizinisch überflüssige und teils tödlich verlaufene Operationen an ahnungslosen Patienten nur des Geldes wegen vorgenommen worden waren, scheint sich auszuweiten.

Hinter diesen Mauern seien Operationen gegen den Willen der Patienten erfolgt.
Hinter diesen Mauern seien Operationen gegen den Willen der Patienten erfolgt.
Die Mailänder Staatsanwaltschaft, die bereits den Leiter der Klinik Santa Rita und 13 Ärzte festgenommen hat, will die Ermittlungen auf weitere zehn private Spitäler ausdehnen, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Die Kliniken werden verdächtigt, die Patientenakten gefälscht und durch höhere Abrechnungen mit den Krankenkassen Gelder in Millionenhöhe zusätzlich kassiert haben.

Der Skandal erschüttert Italien: Arbeitsminister Maurizio Sacconi kündigte eine ausgedehnte Kontrolle aller Kliniken an, die mit den Krankenkassen zusammenarbeiten, um weiteren Betrugsfällen nachzugehen.

Schwere Vorwürfe

Die Mailänder Staatsanwälte haben inzwischen mit dem Verhör des Chefarzts der Klinik Santa Rita begonnen. Dieser beteuerte seine Unschuld. «Ich habe stets im Interesse der Patienten gehandelt», sagte der Angeklagte.

Den 14 Verdächtigen werden des Versicherungsbetrugs und missbräuchlicher Operationen beschuldigt. Drei der Ärzte sollen medizinische Dokumente gefälscht und unbegründete Operationen an Patienten vorgenommen haben.

Das habe in 90 Fällen zu schweren Verletzungen und in fünf Fällen zum Tod der Kranken geführt, hiess es in Mailänder Justizkreisen.

«Die Patienten wurden als Einkommensquelle benützt», sagte ein Polizist. Die Ermittler haben das schockierende Vorgehen in einem mehr als 200 Seiten dicken Bericht festgehalten.

Operationen ohne Einverständnis

In einem Fall war einer 18-Jährigen die ganze Brust abgenommen worden, nach dem bei ihr Knötchen diagnostiziert wurden - nur um höhere Versicherungsrückzahlungen zu kassieren. Oftmals seien die chirurgischen Eingriffe ohne das Einverständnis der Patienten oder des betreuenden Arztes vorgenommen worden.

Die Ärzte hätten bei vielen «abnormalen» und kostspieligen Operationen weder das Alter noch den angegriffenen Gesundheitszustand ihrer Patienten berücksichtigt. Durch den Versicherungsbetrug entstand ein Schaden in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Ein ehemaliger Patient sagte im staatlichen Fernsehsender RAI, er sei an der Lunge statt an der Schilddrüse operiert worden. Der Leiter der Thorax-Abteilung gehört zu den Ärzten, die den Berichten zufolge festgenommen wurden.

(rr/sda)

In die Röhre
Ich war vor einem Monat mit meinem Vater notfallmässig genau in diesem Spital in Mailand. Wir waren ziemlich erstaunt, dass wegen einer kleinen Wunde am Kopf mein Vater gleich in die Röhre musste und bis am Abend im Spital bleiben musste. Gemäss meinem Vater wurden Patienten auf dem Gang behandelt und es spritzte Blut herum. Er war ziemlich irritiert über die Abläufe in diesem Spital und andererseits auch positiv überrascht, dass man sich sooo sehr um ihn kümmerte. Der Arzt in der Schweiz befand später, dass die genannten Untersuchungen teilweise überflüssig waren und man auch mit einfacheren Mitteln das gleiche hätte erreichen können. Die Meldung zum Skandal erstaunt somit überhaupt nicht... Tja... schade. So ein schönes Land und immer diese nervigen Skandale.
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