Gewalt gegen fast jede zweite türkische Ehefrau
publiziert: Donnerstag, 12. Feb 2009 / 20:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Feb 2009 / 21:32 Uhr

Istanbul - Fast jede zweite Ehefrau in der Türkei wird von ihrem Mann geschlagen oder körperlich misshandelt. Nur ein geringer Teil wendet sich jedoch mit dem Problem an die Behörden, wie eine amtliche Studie ergeben hat.

Etwa die Hälfte der Frauen spricht gemäss Studie nicht über die häusliche Gewalt.
Etwa die Hälfte der Frauen spricht gemäss Studie nicht über die häusliche Gewalt.
Gemäss der Studie, die das Büro des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan veröffentlicht hat, werden fast 40 Prozent der Frauen von ihren Männern geschlagen, getreten, gewürgt oder mit einer Waffe angegriffen. Über sexuelle Gewalt berichteten 15 Prozent der Frauen.

7 Prozent der Frauen gaben an, als Kind sexuell missbraucht worden zu sein. Jede zehnte Frau wurde während der Schwangerschaft geschlagen. Ein Drittel der misshandelten Frauen hat im Laufe ihres Lebens schon überlegt, wegen der Übergriffe Selbstmord zu begehen.

Etwa die Hälfte der Frauen spreche nicht über die häusliche Gewalt, hiess es weiter. Nur vier Prozent der misshandelten Frauen wenden sich der Studie zufolge an die Polizei.

Massnahmen angekündigt

Die erste offizielle Statistik dieser Art zeige, dass Gewalt durch den Ehemann für Frauen viel häufiger sei als durch Fremde, heisst es in einer Pressemitteilung zu der Untersuchung. Die Ergebnisse sollen auch genutzt werden, um besser gegen häusliche Gewalt vorzugehen.

Für die Untersuchung waren im Sommer 2008 rund 12'700 Frauen im Alter zwischen 15 und 59 Jahren befragt worden.

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck ... mehr lesen  
Trotz Anwesenheit des Sicherheitspersonals verlaufe der Aufenthalt der Fahrenden aber nicht konfliktfrei, schreibt der Kanton. (Symbolbild)
Die Ehe der Eltern hat einen erheblichen Einfluss auf die Psyche von Kinder und Teenager.
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das ... mehr lesen  
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit ... mehr lesen
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 17°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 16°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 17°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 20°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten