George W. Bush entscheidet über Veröffentlichung:
Gewalt in Nahost: Kofi Annan nahm Mitchell-Bericht entgegen
publiziert: Freitag, 4. Mai 2001 / 21:10 Uhr

Jerusalem - Der Mitchell-Bericht soll Auskunft über die Ursachen der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern geben. Der Bericht ist am Freitag Israeli und Palästinensern übergeben worden. Doch er bleibt vorerst für die Öffentlichkeit verschlossen.

Vertreter der israelischen Regierung, der palästinensischen Autonomiebehörde und UNO-Generalsekretär Kofi Annan nahmen den Abschlussbericht der Mitchell-Kommission entgegen. Die geplante Präsentation des Berichts wurde aber verschoben. Eine israelische Sprecherin nannte «technische Gründe» für die Verspätung.

Israelis und Palästinenser werden ihre Anmerkungen zum Bericht an US-Präsident George W. Bush weiterleiten. Dann entscheidet Bush, wann und wie der Bericht veröffentlicht wird.

Keine Beobachter

Nach israelischen Zeitungsberichten fordert die unabhängige Kommission im Abschlussbericht keine Entsendung internationaler Beobachter in die Palästinensergebiete. Dies ist eine der Hauptforderungen der palästinensischen Autonomiebehörde in Gaza.

Die fünfköpfige Kommission steht unter Leitung des ehemaligen US- Senators George Mitchell. Sie war nach dem Nahost-Gipfel in Scharm el Scheich Mitte Oktober gebildet worden. Seit Beginn der Unruhen vor sieben Monaten sind über 500 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Palästinenser.

Granaten auf Kibbuz

Auch am Freitag kam es zu Gewalttaten: Nach Armeeangaben schlugen zwei Granaten im Zentrum eines Kibbuz ein, der auf israelischem Gebiet liegt. Verletzt wurde niemand. Die Granaten seien vom Gazastreifen aus abgefeuert worden.

Die israelische Armee beschoss daraufhin einen Polizeiposten nahe Beit Hanun im Norden des Gazastreifens. Nach Angaben der palästinensischen Polizei beschädigten die Panzergranaten den Polizeiposten und das Flüchtlingslager Dschabalia.

Optimismus unter Kritik

Die Palästinenser sehen die Aussichten zur Beruhigung der Lage in Nahost nicht so optimistisch wie Israels Aussenminister Schimon Peres. Der palästinensische Parlamentspräsident Ahmed Korei sagte am Freitag, er wisse nicht, über welche Fortschritte Peres spreche.

Dieser hatte in Washington an US-Präsident George W. Bush appelliert, eine aktive Rolle in den Bemühungen um ein Ende der Gewalt in den Palästinenser-Gebieten zu übernehmen. Zugleich äusserte sich Peres optimistisch, dass es in Richtung Frieden weitergehe.

Anfang nächster Woche wird Peres die Lage in Nahost mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und mit Aussenminister Joschka Fischer in Berlin erörtern.

(kil/news.ch)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der Schriftzug das Dach der Vertretung zieren. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -3°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Basel -4°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
St. Gallen -4°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Bern -3°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Luzern -2°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Genf -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 0°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten