Gewalt vor Waffenruhe zwischen Israel und Hamas
publiziert: Mittwoch, 18. Jun 2008 / 22:29 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jun 2008 / 23:07 Uhr

Jerusalem - Einen Tag vor dem Beginn der vereinbarten Waffenruhe sind nach Angaben der israelischen Armee rund 40 Raketen und Mörsergranaten vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert worden. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Hamas hat bestätigt, dass sie ihre Raketenangriffe auf Israel ab Donnerstag einstellen werde.
Hamas hat bestätigt, dass sie ihre Raketenangriffe auf Israel ab Donnerstag einstellen werde.
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Durch eine der insgesamt 28 Raketen sei ein Haus in der israelischen Stadt Sderot getroffen worden, sagte ein Armeesprecher. Zudem hätten militante Palästinener zehn Mörsergranaten auf israelisches Gebiet geschossen.

Das Militär habe deshalb zwei Luftangriffe auf den Norden des Gazastreifens geflogen und dabei «zwei Gruppen» der Angreifer getroffen.

Wie Krankenhauspersonal und Augenzeugen berichteten, wurden zwei bewaffnete Männer durch die Luftangriffe verletzt. In Sderot sei eine Frau durch einen Raketeneinschlag verletzt worden.

Waffenstillstand ab Donnerstag 6 Uhr

Israel und die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas hatten sich nach monatelanger Gewalt unter Vermittlung Ägyptens auf eine Waffenruhe für den Gazastreifen geeinigt. Sie soll am Donnerstag um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MESZ) in Kraft treten.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert und sein Verteidigungsminister Ehud Barak hatten einer Waffenruhe mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zugestimmt.

Die beiden Politiker hätten diese Entscheidung in der Nacht auf Mittwoch nach der Rückkehr des israelischen Gesandten Amos Gilad aus Ägypten getroffen, berichtete das öffentliche Radio in Israel. Olmerts Sprecher Mark Regew lehnte zunächst jede Stellungnahme ab. Die Hamas hatte am Dienstagabend erklärt, die Waffenruhe solle sechs Monate dauern.

Der Reservegeneral Gilad, politischer Berater im Verteidigungsministerium, sagte im Radio, es gebe eine Einigung über eine vollständige Waffenruhe. Wenn es neue Schüsse vom Gazastreifen auf Israel gebe, handle es sich um Verletzungen der Übereinkunft, wer auch immer hinter den Angriffen stehe.

(dl/sda)

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