Gewerkschaft Unia will Frauenanteil erhöhen
publiziert: Freitag, 10. Okt 2008 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Okt 2008 / 14:38 Uhr

Lugano - Die Gewerkschaft Unia will mehr Frauen in ihren Reihen. An ihrem ersten Kongress seit der Gründung vor vier Jahren hat sie eine Resolution verabschiedet. Diese sieht vor, dass ein Drittel der Delegierten und Stimmberechtigen Frauen sein müssen.

Ein Drittel der Stimmberechtigten sollen fortan Frauen sein.
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Bisher war dieser Anteil auf 25 Prozent festgelegt. Diese Quote gilt weiterhin für die regionalen Organisationen, erhöht wird sie nur auf nationaler Ebene. Die rund 400 Delegierten stimmtem dem Vorschlag am zweiten Kongresstag mit grosser Mehrheit zu.

Zudem haben die Unia-Delegierten Bundespräsident Pascal Couchepin einen frostigen Empfang bereitet. Ein Teil der rund 400 Anwesenden verliess den Saal beim Eintreffen des Magistraten.

Unter jenen, die den Saal verliessen, waren viele junge Unia-Mitglieder. Am Donnerstag hatten sie einen Vorstoss einer Delegierten begrüsst, der sich gegen den Auftritt des Bundespräsidenten am Kongress wandte.

Couchepin unbeeindruckt

Couchepin zeigte sich unbeeindruckt; er erhielt Applaus von der Mehrheit der Unia-Delegierten. Er zog in seiner Rede eine kurze Bilanz der aktuellen Wirtschaftslage. Die Globalisierung sei ein positiver Prozess für die Entwicklung der Märkte, die Armutsquote in der Welt sei um die Hälfte gesunken.

Couchepin äusserte sich auch zur Rolle der Gewerkschaften in Gesellschaft und Wirtschaft. Er sei überzeugt, dass die Unia immer eine vertrauenswürdige und loyale Partnerin sein werde. Er wünsche allen ihren Mitgliedern gutes Gelingen bei ihrer Arbeit - «auch jenen, die den Saal verlassen haben».

Am dreitägigen Unia-Kongress in Lugano werden die Schwerpunkte der Unia für die nächsten vier Jahre bestimmt und Positionspapiere verabschiedet.

(tri/sda)

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