Gewerkschaften werfen Zuvo Rechtsmissbrauch vor
publiziert: Dienstag, 22. Sep 2009 / 17:04 Uhr

Zürich - Nach drei Zeitungsverträger-Streiks in Zürich und St. Gallen haben die Streikenden von ihrer Arbeitgeberin Zuvo AG schriftlich eine Kündigungsandrohung erhalten. Die Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Rechtsmissbrauch vor und drohen mit rechtlichen Schritten.

Durch die Streiks im August und September gab es keine Zeitung zum Morgenkaffee.
Durch die Streiks im August und September gab es keine Zeitung zum Morgenkaffee.
2 Meldungen im Zusammenhang
An den Streiks im August und September nahmen nach Gewerkschafts-Angaben 150 bis 200 Angestellte der Zustell- und Vertriebsorganisation Zuvo teil. Diese hätten nun vom Arbeitgeber eine schriftliche Verwarnung mit einer Kündigungsdrohung erhalten, teilten die Gewerschaften Kommunikation und comedia mit.

Sie verweisen auf das Streikrecht und bezeichnen den Drohbrief an die Streikenden als rechtswidrig. Die Gewerkschaften fordern die sofortige Rücknahme der Verwarnung durch die Zuvo. Andernfalls würden diese gerichtliche Schritte vorbereiten.

Zuvo-Mediensprecherin Sonja Levy bestätigte auf Anfrage den Brief. Er sei an rund 70 Mitarbeitende gegangen, die dem Streikaufruf der Gewerkschaften Folge leisteten. Die Zuvo beruft sich laut Levy darauf, dass mit der Arbeitnehmervertretung eine Vereinbarung über einmalige Ausgleichszahlungen getroffen wurde. Dies sei für alle Angestellten bindend.

Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent

Hintergrund des Konflikts sind im März von der Zuvo erlassene Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent. Die Zuvo, die zu je 50 Prozent Tamedia und dem NZZ-Verlag gehört, stellte nach Protesten rund 450'000 Franken für diese einmaligen Ausgleichszahlungen bereit.

Die Gewerkschaften erachteten das Angebot als mickrig und inakzeptabel und riefen zu Streiks auf. Die Zuvo mit rund 3600 Angestellten ist zuständig für die Zeitungsfrühzustellung in Zürich und grossen Teilen der Ostschweiz.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
St. Gallen - Gut 50 Zeitungsverträger ... mehr lesen
Die Verträger wehren sich gegen Lohnsenkungen.
Keine Zeitung im Briefkasten. (Symbolbild)
Zürich - Rund 5000 Abonnenten im Raum Zürich haben am Morgen auf ihre Zeitung verzichten müssen. Die Zürcher Zeitungsverträger protestieren mit einer Streikaktion gegen Lohnsenkungen von bis ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Dabei herrscht Unklarheit darüber, welche Fallstricke tatsächlich beachtet werden müssen, um ein gesetzlich gültiges Papier abzugeben. Wir haben den Fokus deshalb auf die wichtigsten Grundlagen gelegt, die es zu beachten gilt. mehr lesen 
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen ... mehr lesen  
Bildquelle: http://alphastockimages.com
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt ... mehr lesen  
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 17°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 16°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 16°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 18°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 18°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 22°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten