Gewerkschaftsbund sagt Ja zur Personenfreizügigkeit
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 11:18 Uhr

Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) sagt Ja zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit. Gegen Lohndumping müsse aber konsequent vorgegangen werden, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner.

Gegen Lohn-Dumping müsse aber konsequent vorgegangen werden, so SGB-Präsident Paul Rechtseiner.
Gegen Lohn-Dumping müsse aber konsequent vorgegangen werden, so SGB-Präsident Paul Rechtseiner.
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Ein Nein zu den Bilateralen Verträgen wäre unverantwortlich, sagte Rechsteiner am Montag vor den Medien in Bern. Die international verflochtene Schweizer Wirtschaft sei auf geregelte Verhältnisse mit der EU angewiesen. Rund zwei Drittel der Exporte aus der Schweiz würden in die EU gehen.

Aber: Bei einem Ja zur Personenfreizügigkeit mit der EU brauche es gleichzeitig griffige Massnahmen gegen Lohndumping. Es sei schon viel erreicht worden, sagte Rechsteiner. Noch aber bestünden Probleme - etwa bei der Temporärarbeit. «In der Schweiz muss man von Schweizer Löhnen leben können.»

Schwieriger Abstimmungskampf

Der Abstimmungskampf werde wegen der einsetzenden Wirtschaftskrise schwierig, sagte Rechsteiner weiter. Die beiden ersten Abstimmungen über die Bilateralen hätten in Perioden des Aufschwungs stattgefunden. Gerade deshalb sei es wichtig, die Sorgen der Bevölkerung um den Arbeitsplatz ernst nehmen.

Die Abstimmung findet am 8. Februar 2009 statt. Neben dem SGB spricht sich auch der christlich geprägte Dachverband der Gewerkschaften, Travail.Suisse, für die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit aus.

(tri/sda)

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