SGB will Initiative zur Stärkung der AHV
Gewerkschaftsbund will AHV-Initiative lancieren
publiziert: Samstag, 8. Sep 2012 / 14:07 Uhr
Die monatlichen Renten sollen um 10 Prozent oder rund 200 Franken steigen, fordert Paul Rechsteiner. (Archivbild)
Die monatlichen Renten sollen um 10 Prozent oder rund 200 Franken steigen, fordert Paul Rechsteiner. (Archivbild)

Bern - Der Vorstand des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) will die AHV stärken und zu diesem Zweck eine Volksinitiative lancieren. Die monatlichen Renten sollen um 10 Prozent oder rund 200 Franken steigen, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS.

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Von einer höheren Rente profitieren sollen insbesondere Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen. Die Idee ist Resultat der Diskussion «AHV plus», welche der Gewerkschaftsbund seit 2010 führt.

Für den St. Galler Ständerat ist es klar, dass die Gewerkschaften jetzt Einfluss nehmen müssen. Bundesrat und Parteikollege Alain Berset wolle eine Gesamtschau der Altersvorsoge - also mehr als nur AHV und Zweite Säule - vornehmen.

Aktive Mitgestaltung

Dies bedeute jedoch nicht, dass die Rentnerinnen und Rentner dann auch etwas erhielten. Deshalb wolle der Gewerkschaftsbund nun aktiv mitgestalten. Die Renten der Zweiten Säulen sänken in der Zukunft, «deshalb braucht es bessere AHV-Renten», sagte Rechsteiner. Damit könne die Lebenslage vieler Menschen verbessert werden.

Zur Finanzierung, so Rechsteiner, müssten die Lohnprozente erhöht werden. Er zeigte sich überzeugt, dass sowohl Rentnerinnen und Rentner als auch die heutigen Erwerbstätigen die Idee unterstützen werden, denn die AHV sei «die zentrale Säule des Zusammenhalts des Landes». «Ich gehe davon aus, dass das Projekt kommen wird.»

Die Diskussionen seien schon sehr vertieft geführt worden und müssten noch weiter geführt werden, um an der Urne zu bestehen. Der definitive Entscheid über eine solche Initiative liegt bei der Delegiertenversammlung. Derzeit stellt der SGB den Initiativtext fertig. Als Zeithorizont für den Start der Unterschriftensammlung gilt das Frühjahr 2013.

AHV plus

Der Gewerkschaftsbund diskutiert unter dem Titel «AHV plus» seit 2010 über die Idee eines sorgenfreies Rentenalters auch für Menschen mit kleinerem Einkommen. Die Bundesverfassung verlange, dass alle ihr gewohntes Leben nach der Pensionierung in angemessener Weise weiterführen könnten, sagte Rechsteiner damals.

60 Prozent des letzten Einkommens reichten für jene, die 10'000 Franken und mehr verdienten. Für die Mehrheit mit einem Monatslohn von lediglich 4000 bis 7000 Franken seien 60 Prozent aber zu wenig.

(knob/sda)

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Freibetrag Ergänzungsleistungen anheben
Imfmer noch bin ich der Ansicht, dass man unbedingt den Freibetrag von Fr. 1000.--anheben muss. Beim Vermögen war es ja auch möglich, den Betrag von Fr. 25 000.-- auf 38 000.-- anzuheben ohne Volksabstimmung. Meine 2-Zimmer Alterswohnung einer Stiftung auf dem Lande kostet Fr. 1530.--. Die fehlenden Fr. 430.-- (ohne Nebenkostenabrechnung) habe ich mit einer halb ehrenamtlichen Tätigkeit dazuverdient, mit dem Erfolg, dass ich den grössten Teil wieder abliefern musst. Es ist illusorisch, eine
Wohnung für Fr. 1100.-- zu finden. Ich frage mich, das ich falsch gemacht habe. Immer das Maximum an AHV bezahlt, bis 69 Jahre voll gearbeitet, meine halbehrenamtliche Tätigkeit kommt dem Kanton zugute (eine externe Fachperson würde das doppelte kosten). Was ist zu tun? Unterschriften sammeln für eine Erhöhung des Freibetrages! Wer macht mit?
ja, Skandal
das sehen Sie richtig. Mit meinem kleinen Alimenten-Betrag und der AHV, ist es mir nicht möglich, Zahnarztrechnungen und Steuern direkt zu begleichen. Zahle ab, und dies regelmässig über Monate. Trotzdem kommt bei den Steuern noch ein "Straf-Prozent " dazu. Die Steuern in Bern sind sehr hoch, Abzüge kann ich Alte keine machen. Auch die Krankheit, die ich über 30Jahre pflege, den Diabetes 1, kostet, und vor ein paar Jahren durften wir einen Grundbetrag in der Steuererklärung abziehen. Ist vorbei !Wenn die REICHEN keine Möglichkeit hätten, ihr Geld zu verstecken, oder so sicher an zu legen, damit sie keine, oder fast keine Steuern bezahlen müssten. Auch die Pauschalbesteuerung..... jaja, es ist alles sehr schief und von Gerechtigkeit wollen wir gar nichts bemerken.
Skandal
Ich finde es eh ein Skandal, dass Pensionierte die über KEIN Vermögen verfügen auch noch Steuern zahlen müssen. Die meisten verarmen schon wegen den Mieten und der Krankenkasse.
Pamuk
ja, jetzt sage ich zu allem JA, was Sie schreiben, nun ist mir klar, wie Sie es meinen. Ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass der Verdienst nach dem AHV-Alter noch teilweise abgeliefert werden muss. Was ich sehr zu spüren bekomme sind die hohen Steuerbeiträge, da ist kein Abzug mehr möglich. Zudem steigen Kosten, weil die Zähne, ja der ganze Körper , immer wieder "bearbeitet" werden muss, uns trotz teuren Krankenkassen-Beiträgen das Konto leert. Ich weiss von einer Person, die ihren Nebenverdienst in einem Banktresor versteckt, EL erhält und sich nicht schämt, weil es ihr die Möglichkeit gibt, auf Reisen zu gehen. Mein Gewissen hielte dies nicht aus .
Abzahlen, abzahlen, Steuern, Zahnarzt. Glücklicherweise ein zahlbares Zuhause, da unser Vermieter Herz hat.
Ergänzungsleistungen Freibetrag Nebenerwerb
hallo mariesuisse - möglicherweise habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt: nachdem nun das Vermögen von Einzelpersonen auf Fr. 38 000.-- angehoben wurde, bin ich der Ansicht, dass man auch den Freibetrag für eine Erwerbstätigkeit von Fr. 1000.-- anheben sollte, für diejenigen, die noch arbeiten können oder wollen. Fakt ist, dass die Ergänzungsleistungen im Raum Zürich mit den hohen Wohnungsmieten, nicht ausreichen. Da bin ich mit Ihnen einverstanden, primär sollten die Ergänzungsleistungen für ein würdiges Leben im Alter reichen. Tun sie aber nicht. Aber man darf diese unzureichende Rente nicht mal aufbessern mit einem Nebenverdienst. Bis auf Fr. 1000.-- muss man Geld aus einem Nebenverdienst wieder der AHV/EL abliefern. Dafür muss man dann Anträge auf Wohnungszuschüsse, Beiträge für Zahnarztkoste etc. machen, Monate warten, ob es bewilligt wird, was auch entwürdigend ist. Ich bin dafür, dass ein EL Bezüger bis zu beispielsweise Fr. 8000.-- jährlich dazu verdienen darf, wenn er die Möglichkeit hat, ohne dass er fast den ganzen Betrag wieder abliefern muss. Noch lieber wäre auch mir, wenn die Ergänzungsleistungen so angesetzt werden, dass es eben für einen geruhsamen Lebensabend reicht. Und heutzutage ist Internet beispielsweise kein Luxus sondern Notwendigkeit. Und im Raum Zürich, Genf, Zug, Luzern eine Wohnung für Fr. 1100.--zu finden und auch noch zu bekommen ist praktisch nicht möglich.
an Pamuk
wieviele "Alte" meinen Sie, die noch arbeiten müssten? Die meisten haben weder Kraft noch sind sie à jour in der heutigen Zeit, werden langsamer, können mit den Jungen nicht mithalten.. Zudem warten viele Junge nach ihrem Schulabschluss auf eine Stelle, an der sie ihre Ausbildung machen können, oder sogar dann, wenn sie eine Lehre, ein Studium hinter sich haben, möchten sie arbeiten, nicht bei der Arbeitslosen-Kasse anstehen. Deshalb sollen die Alten ihren Ruhestand geniessen dürfen, den Jungen Platz machen. Ich finde es illusorisch zu meinen, wir Alten drängten darauf, weiter arbeiten zu müssen, nach vielen Jahren Arbeit Leistung erbringen. ein geruhsamer Lebensabend sei uns gegönnt. Und, wenn nötig, mit Ergänzungsleistung, die reicht, keine Armut im reichen Land!
Ergänzungsleistungen Freibetrag
Endlich ist der Vermögensfreibetrag nach 20 Jahren angehoben worden. Meiner Ansicht nach müsste man auch den Zusatzerwerbs-Freibetrag von Fr. 1000.-- auf Fr. 10 000.-- erhöhen. Viele Rentner könnten durchaus noch Arbeiten leisten. Wenn man dann aber davon 2/3 wieder an die EL zurückzahlen muss und wieder Steuern etc. anfallen macht das natürlich niemand. Besonders wenn einem dann noch Gefängnisstrafe angedroht wird. So könnten sich EL Bezüger mit hohen Wohnkosten im Kanton Zürich die ständig steigenden Mieten selber finanzieren, anstatt ständig Anträge stellen zu müssen für Wohnkostenzuschüsse, Zahnarzt etc. Da AHV Erhöhungen über die arbeitstätige Bevölkerung finanziert werden müsste, würde das sicher begrüsst, wenn auch Rentner einen Anteil leisten würden in Form von Zusatzverdiensten.
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