Gift-Hinrichtungen in den USA legitim
publiziert: Mittwoch, 16. Apr 2008 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Apr 2008 / 17:58 Uhr

Washington - In einem Grundsatzurteil zur Todesstrafe hat das Oberste Gericht der USA die Hinrichtung per Giftspritze für rechtens erklärt.

Seit mehr als einem halben Jahr wurde in den USA kein Mensch mehr hingerichtet.
Seit mehr als einem halben Jahr wurde in den USA kein Mensch mehr hingerichtet.
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Die Hinrichtungsart verstosse nicht gegen das in der US-Verfassung festgeschriebene Verbot «grausamer und unüblicher» Strafen, urteilten die höchsten Richter in Washington. Das Urteil wurde mit einer klaren Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen gefällt.

Seit mehr als einem halben Jahr wurde in den USA kein Mensch mehr hingerichtet; vor der weiteren Vollstreckung der Todesstrafe hatten die Bundesstaaten das Urteil des Supreme Court abwarten wollen.

Die 1977 eingeführte Todesspritze besteht aus drei Chemikalien: die erste betäubt den Hinrichtungskandidaten, die zweite lähmt seine Muskulatur, die dritte schliesslich bringt das Herz zum Stillstand. Verläuft die Injektion planmässig, wird der Verurteilte rasch bewusstlos und stirbt innerhalb weniger Minuten.

Wird allerdings die erste Chemikalie nicht richtig verabreicht, können die beiden anderen Wirkstoffe zu furchtbaren Qualen und einem regelrechten Todeskampf führen. Mehrere Hinrichtungen, bei denen genau dieser Fall eintrat, lösten weltweit Entsetzen aus.

(bert/sda)

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