
Es gibt «die Moslems» ebenso wenig, wie es «die Christen» oder «die Ausländer» gibt. Nur eine kleine, radikale, gewaltbereite Minderheit (die Moblems; also Moslems, die einen Mob bilden) wütet weltweit gegen den schäbig schlecht gemachten Provokationsfilm. In der Schweiz hatten wir bis anhin keine Ausschreitungen. Eine kleine Muslim-Minderheit will jedoch in Bern gegen die Meinungsfreiheit demonstrieren.
Selbst in dieser aufgeheizten Stimmung gibt es also besonnene Stimmen. Ich weiss jedoch nicht, ob es wirklich stimmt, dass das nicht das Verhalten «des Islams» ist. In einem Gottesstaat, in welchem die islamische Scharia gilt, steht beispielsweise auf das Verlassen des Islams die Todesstrafe. Da ist es also nicht weit her mit der Freiheit, schon gar nicht mit der Religions- oder Meinungsfreiheit. Was ist «der echte Islam», was ist die korrekte Auslegung, was ist die angemessene Lebensführung und welches politische System ist das dem Islam am besten gemässe? Man kann dieselbe Frage ja auch bezüglich Christentum stellen: Sind die Piusbrüder die authentischen Christen, oder sollen es etwa die säkularisierten, distanzierten, ja beinahe schon humanistischen Christen der evangelischen Geschmacksrichtung sein?
Ich mag einfach nicht gänzlich schlucken, dass die aufgewiegelten Volksmassen ausschliesslich verleitete Opfer der Hass schürenden Prediger, Marionetten der anti-westlichen Medien und Leidtragende einer schlechten ökonomischen Situation sein sollen. Dieses Empörungstheater hat durchaus etwas mit Religion an sich zu tun. Religion schafft es - wie nur noch ganz wenige Ideologeme - unverhandelbare «Werte» zu setzen. Sie schafft es, dass jegliche Kritik als Angriff gesehen werden darf, Fragen seien impertinent, Humor unverschämt und so weiter. Und einige ihrer Exponenten verhalten sich dann auch prompt wie kleine Kinder: Beleidigt, gekränkt, gewalttätig, jähzornig... Viele der Ausschreitungen sind kalkuliert, ein Teil der Demonstrationen ist inszeniert. Wie bei den Mohammed-Karikaturen, die 2005 in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten erschienen sind, ist es auch hier gewesen: Der Mohammed-Schmähfilm blieb recht lange unentdeckt. Es brauchte eine Bewirtschaftung des Empörungspotenzials, es brauchte Zündler und Anheizer, um die Ausschreitungen herbeizuführen.
Wie reagieren die gemässigten Muslime in der Schweiz auf solche Geschehnisse? Ich nehme an, nicht wenige schämen sich für das Verhalten einiger ihrer Glaubensbrüder. Eigentlich würde man von den gemässigten Muslim-Verbänden in der Schweiz fast eine Distanzierung von den Vorgängen und ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und Demokratie erwarten. Aber das ist wohl zu viel verlangt. Was bei säkularen, aber auch gemässigt religiösen Schweizern, also wohl auch bei vielen Schweizer Muslimen, jedoch auf breite Ablehnung stösst, ist die Kundgebung, die der Islamische Zentralrat der Schweiz in Bern «für unseren Propheten Muhammed und den Schutz religiöser Gefühle» veranstaltet. Ich persönlich kann es den gemässigten islamischen Verbänden der Schweiz übrigens nicht wirklich verübeln, dass sie auf diese Kundgebung noch nicht mit einer Distanzierung reagiert haben. Für moderate Muslime in der Schweiz ergeben sich fast schon monatlich Gelegenheiten, sich wegen IZRS-Aktionen und Medienmitteilungen an den Kopf zu greifen.
Wahrscheinlich haben ganz viele Gläubige und Funktionäre die Mätzchen des Zentralrats satt. Für die Reputation des Islams in der Schweiz ist der Zentralrat jedenfalls sehr schlecht. Das Anliegen des Zentralrats, die Meinungsfreiheit einzuschränken und Blasphemie wieder stärker zu bestrafen ist lächerlich. In einem säkularen Rechtsstaat müssen auch Religiöse ihre Anliegen in eine Sprache übersetzen, die allen verständlich ist. «Ihr verletzt damit unsere religiösen Gefühle!» ist kein für den Rechtsstaat nachvollziehbares Argument. Religiöse Gefühle sind nicht schützenwert, ebenso wenig wie gewerkschaftliche, vegetarische oder freiheitlich-demokratische «Gefühle».
À propos Provokation: Eine Provokation darf ruhig auch einmal anstössig sein, insbesondere wenn dadurch ein Anstoss zum Nachdenken gegeben wird: Gemäss islamischer Überlieferung war Aischa die dritte (von neun) und jüngste Frau des Propheten Mohammeds. In den Hadithen gibt es unterschiedliche Berichte: Bei der Eheschliessung war Aischa entweder sechs oder sieben Jahre alt. Mohammed hat jedoch gewartet, bis Aischa neun Jahre alt war, als er mit ihr die Ehe vollzog. So steht es geschrieben, so wird es überliefert. Wie bezeichnet man heute einen katholischen Priester, der mit Neunjährigen das vollzieht, was andere in der Ehe vollziehen? Nicht als Propheten, sondern als Pädophilen. Und zwar mit Recht. Jeder moderne gläubige Moslem muss sich diese Geschichte irgendwie zurechtbiegen, darf sie ignorieren oder weglügen. Aber es bleibt für die meisten wohl eine anstössige Geschichte. Ich bin nicht dafür, dass man die Religionen und Religiöse schont. Auch Moderate müssen zur Geschichte ihrer Religion Stellung beziehen. Sie sollen auch mit den gegenwärtigen Extremformen ihrer Religion konfrontiert werden und idealerweise distanzieren sich dann die gemässigt Religiösen von diesen Auswüchsen, bekennen sich zu Werten, die menschlich sind. Nicht zu Werten, die unhinterfragbar sind, begründet in Jahrhunderte alten Texten, entstanden in einer Zeit, die wenig freiheitliche Werte kannte. Die Geschichte um Aischa ist keine arge Provokation für liberale Muslime, aber sie ist sicherlich eine milde Herausforderung, sich klar zu werden, dass auch im Islam nicht alle Werte, Lebensformen und Ideen auf alle Zeit hin gültig sind.
(Valentin Abgottspon/news.ch)
"Wahrscheinlich haben ganz viele Gläubige und Funktionäre die Mätzchen des Zentralrats satt. Für die Reputation des Islams in der Schweiz ist der Zentralrat jedenfalls sehr schlecht. Das Anliegen des Zentralrats, die Meinungsfreiheit einzuschränken und Blasphemie wieder stärker zu bestrafen ist lächerlich. In einem säkularen Rechtsstaat müssen auch Religiöse ihre Anliegen in eine Sprache übersetzen, die allen verständlich ist. «Ihr verletzt damit unsere religiösen Gefühle!» ist kein für den Rechtsstaat nachvollziehbares Argument. Religiöse Gefühle sind nicht schützenwert, ebenso wenig wie gewerkschaftliche, vegetarische oder freiheitlich-demokratische «Gefühle»." Bravo dem Verfasser!
Es gibt auf Erden neben dem Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Nahrung und Wasser kein wichtigeres Recht als die Meinungs- und Redefreiheit!
Wie sollten wir denn sonst so blutrünstige und verlogene Werke wie die Bibel und den Koran ertragen? Also liebe Religionsfanatiker, ihr lebt von dieser Meinungsfreiheit, schafften wir sie ab, wären die Bibel und der Koran die ersten schriftlichen Hetzwerke, die auch abgeschafft würden und eure Meinung würde mit der Todesstrafe bekämpft!
Erinnert euch nur mal an die Inquisition, die könnte zum Beispiel einmal von den Vernunfbeseelten oder Rationalisten oder Aufgeklärten ausgeführt werden! Das gab es nämlich auch schon einmal in unserer Geschichte, Robbespierre war zum Beisiel so einer. Also aufgepasst, dass ihr nicht eure eigene Gräber grabt, ihr lieben Fundamentalisten!
Aber das möchte ich doch noch sagen: Was die „Menschenrechte“ hier schreiben ist nichts als eine grobe Verallgemeinerung der Muslime. So etwas wie Rassismus im Gewande eines falschen, und verlogenen Namens. Verbrecher müssen des Landes verwiesen werden, dakor, aber dass die Schweiz wegen der Muslime plötzlich unsauber und unanständig sein soll, ist grober Unfug und nicht zu akzeptieren!
Die Schweiz und keine Kriege und kein Rassismus ist eine ebenso gleichmacherische Selbstbeweihräucherung, die nur auf Unkenntnis unserer Geschichte beruhen kann! Als Christin ist den "Menschenrechten" ja das Lügen untersagt, uns so nehme ich mal Unkenntnis an! Aber jeder Christ hat die Pflicht, sich Kenntnis anzueignen, um Unrecht zu vermeiden.
Genau Hokuspokus
Kernaussagen; Jawoll unsere Imame sagen ja zu Zweitfrauen auch in der CH. Was schert uns da das Gesetz. Ihr habt ja auch Frau plus Freundin......... Wir haben halt zwei Frauen.
Frauen die halbnackt rumspazieren sind selbst schuld wenn sie vergewaltigt werden.
Ich habe darauf eingewendet:"Das ist das Problem von uns Männern und nicht das von den Frauen." Die liessen meine Meinung nicht gelten.
Mohammed hätte mit der Ayscha keinen Sex gehabt, als sie noch ein Kind war. Eine neunjährig ist also kein Kind mehr...........
Die Moslems werfen den Christen vor, dass sie Jesus wie einen Gott verehren, und sie den Mohammed nicht wie einen Gott verehren würden.
Nach dem heutigen Gespräch bin ich voll der Meinung, dass sie Mohammed wie einen Gott verehren.
Nochmals ich glaube nicht an diesen HOKUSPOKUS!
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