Globalisierungkritiker protestieren gegen das WEF
publiziert: Samstag, 21. Jan 2006 / 18:15 Uhr

Bern - In mehreren Schweizer Städten haben Globalisierungskritiker mit Kundgebungen, Strassentheatern und Vorträgen gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) protestiert. Der Aktionstag verlief friedlich.

In Davos treffen sich die Mächtigen der Welt.
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Im vergangenen Jahr hatten Globalisierungskritiker in Bern spontan kleinere Strassenaktionen durchgeführt, nachdem der Gemeinderat einen Demonstrationszug verboten hatte. An diese Protestform knüpften sie an.

Demonstrationen gab es lediglich in Reconvilier im Berner Jura, in St. Gallen und in Lugano. In Reconvilier nahmen rund 300 Personen an einer Kundgebung gegen die Schliessung der Giesserei von Swissmetal teil.

Am Beispiel Reconvilier zeigten sich «die Konsequenzen der neoliberalen Politik», hielten die Veranstalter fest.

WEF-Vertreter sind mitschuldig

In St. Gallen zogen rund 200 Personen unter dem Motto «Ja zum Leben - Nein zum WEF» durch die Strassen.

Die WEF-Vertreter seien mitschuldig, dass täglich 100 000 Menschen verhungerten, obwohl genug Nahrungsmittel für alle produziert werden könnten, hiess es auf Flugblättern.

In Lugano beteiligten sich rund 150 Personen an einer farbenfrohen Kungebung.

Strassenaktionen

In Bern, Basel, und Chur standen Strassenaktionen im Zentrum. Den Aufrufen zum Protest folgten allerdings nicht allzu viele.

In Bern dominierten Leute mit Einkaufstaschen das Strassenbild, während Aktivistinnen und Aktivisten mit Plakaten und einem Panzer aus Karton mit der Aufschrift «Pax Americana» durch die Innenstadt zogen.

Auf den Plätzen versammelten sich laut Polizei während der Aktionen jeweils 200 bis 250 Personen. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden: «Niemand konnte die vielen Aktivisten übersehen», sagte der Grüne Berner Anwalt Daniele Jenni.

Gewalt in Zürich

Nicht ganz überall blieb es friedlich: WEF-Gegner beschossen in Zürich in der Nacht den Wohnsitz eines Unternehmensberaters und Verwaltungsrates des Technologiekonzerns Ascom mit einem Sprengkörper.

Laut Stadtpolizei Zürich brachten sie Sprayereien an und zerbrachen eine Scheibe.

(rr/sda)

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