Glückskette: 49 Mio. für Unwetter-Opfer reichen nicht
publiziert: Montag, 20. Aug 2007 / 13:48 Uhr

Bern - Für die Geschädigten des Hochwassers im Sommer 2005 hat die Glückskette über 49 Millionen Franken gesammmelt. Nötig wäre das Doppelte gewesen. Nach zwei Jahren ist das meiste Geld verteilt. Der grösste Teil ging an kleine und finanzschwache Gemeinden in den Bergen.

Anlässlich eines nationalen Sammeltages Ende August 2005 wurden über 49 Millionen Franken gespendet.
Anlässlich eines nationalen Sammeltages Ende August 2005 wurden über 49 Millionen Franken gespendet.
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«Mit der Hilfe an Berggemeinden treten wir auch ein Stück weit der Abwanderung entgegen», sagte Glückskette-Sprecher Roland Jeanneret an einer Medienkonferenz in Bern. Ohne die Spenden sässen die Gemeinden auf riesigen Schulden. Die Folgen wären höhere Steuern und Abwanderung gewesen.

Insgesamt erhielten 100 Gemeinden in zehn Kantonen 39,5 Millionen Franken. Weitere 4,7 Millionen Franken gingen an rund 580 Privatpersonen, Familienbetriebe und nicht-gewinnorientierte Institutionen. Sie erhielten Spenden, wenn das Geld der Versicherung nicht ausreichte.

Für noch nicht abgeschlossene Fälle, für Folgeprojekte und als kleine Reserve legte die Glückskette 5,3 Millionen Franken zur Seite. Die Glückskette hatte anlässlich eines nationalen Sammeltages Ende August 2005 über 49 Millionen Franken Spenden erhalten.

Restkosten in Millionenhöhe

Doch trotz der Spenden: Verschiedene Gemeinden - etwa Oey-Diemtigen im Berner Oberland - haben noch Restkosten in Millionenhöhe zu tragen. Deshalb hätte die Glückskette auch gerne mehr verteilt. «Um allen Gesuchen im vollem Umfang nachzukommen, wären 90 Millionen Franken nötig gewesen», sagte Jeanneret.

Für die Überschwemmungen Anfang August sammelte die Glückskette bis anhin rund eine Million Franken. Täglich kämen bis zu 150'000 Franken hinzu.

Die Schäden seien allerdings nicht mit jenen des Hochwassers von 2005 vergleichbar, sagte Josef Reinhardt vom Schweizerischen Roten Kreuz, das im Auftrag der Glückskette einen Teil Hilfegesuche bearbeitet. Einerseits sei der entstandene Schaden von rund 500 Millionen Franken etwa fünfmal kleiner als vor zwei Jahren.

(dl/sda)

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