Goldene Nicas bei Ars Electronica vergeben
publiziert: Samstag, 4. Sep 2004 / 13:56 Uhr

Linz - Im österreichischen Linz sind die Goldenen Nicas im Wettbewerb für Cyberkunst Prix Ars Electronica vergeben worden. Die Preisträger in sieben Kategorien wurden bei der Gala im Rahmen des Festivals Ars Electronica geehrt.

An der Ars Electronica werden die besten Medienkünstler ausgezeichnet.
An der Ars Electronica werden die besten Medienkünstler ausgezeichnet.
Bei der 18. Ausgabe des Wettbewerbes sei eine inhaltliche Neuorientierung der Medienkünstler zu erkennen, sagte Christine Schöpf, die das Festival gemeinsam mit Gerfried Stocker leitet: Es ist nicht länger das Interface-Design oder die Technik im Fokus, sondern die Reflexion über eine Welt, die von digitalen Medien durchdrungen ist.

Die Hauptpreisträger Mark Hansen und Ben Rubin aus den USA wurden mit der Goldenen Nica in der Kategorie Interactive Art ausgezeichnet. Sie beschäftigen sich in ihrer meditativen Installation Listening Post mit dem unendlichen Datenstrom im Internet und mit Fragen der Individualität und Überwachbarkeit.

In einem dunklen Raum zeigen 231 kleine elektronische Displays Worte, aus dem Datenstrom des Netzes herausgefilterte Satzbruchstücke.

Aus zehntausenden Online-Foren und Chatrooms werden Begriffe ausgefiltert, die sich an den Satzbeginn I am oder I want anschliessen. Die aneinander gereihten Worte werden auch akustisch wiedergegeben und mit einem düsteren Soundtrack untermalt.

Auch der Kanadier Chris Landreth, der die Goldene Nica in der Kategorie Computeranimation erhielt, schlägt in seinem Film Ryan einen nachdenklichen Tonfall an.

Landreths Arbeit verbindet auf berührende Weise Animation und Dokumentation: Der Künstler erzählt in computergenerierten Bildern die reale Geschichte des Ryan Larkin, einem einstigen Pionier der Animationskunst, der heute als Bettler auf den Strassen Montreals lebt.

In der Kategorie Digital Musics wurde der Deutsche Thomas Köner der für seine Videoarbeit Banlieue du Vide (Vororte der Leere) ausgezeichnet.

Der Videokünstler fügt Bilder aus Überwachungskameras, die im Internet verfügbar waren und leere Strassen im Winter zeigen, zu einem nächtlich-winterlichen Stillleben und konterkariert die Bilder mit Verkehrsgeräuschen.

In weiteren Kategorien wurden unter anderem die Erfinder der Internet-Enzyklopädie Wikipeda sowie die Gestalter einer Aids-Aufklärungscampagne aus Uganda ausgezeichnet.

Neben den Nicas als Trophäen wurden 14 Geldpreise in der Gesamtsumme von 130 000 Euro vergeben. Das Ars Electronica Festival wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und beschäftigt sich bis 7. September unter dem Titel Timeshift mit der Frage, wie die Welt in 25 Jahren aussieht. Ars Electronica im Internet: www.aec.at.

(rr/sda)

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