Missliebige Werbung
Google bestraft Google Chrome
publiziert: Mittwoch, 4. Jan 2012 / 16:00 Uhr
Keine Erwähnung zuoberst.
Keine Erwähnung zuoberst.

Wie das Suchmaschinen-Nachrichtenportal Searchengineland.com berichtet, hat sich der Suchmaschinenbetreiber Google selbst bestraft.

2 Meldungen im Zusammenhang
Das Web-Angebot für den Browser Google Chrome wird in den nächsten sechzig Tagen deutlich schwerer über Google zu finden sein. Die interne Priorität, die für die Sortierung der Ergebnislisten genutzt wird, ist vom Google-Web-Spam-Team deutlich reduziert worden.

Der Grund? Offenbar hat eine Werbe-Agentur, die ursprünglich nur Video-Werbung für Google Chrome schalten sollte, ein weiteres Unternehmen beauftragt. Dieses zweite Unternehmen hat dann Blog-Beiträge schalten lassen, die das Video anzeigen, aber lediglich in einem Fall auf die Webseite von Google Chrome verlinken. Dieser eine Link ist der Grund für die Herabstufung des gesamten Angebots, wie der zuständige Google Manager Matt Cutts bestätigt. Google selbst hat gegenüber Searchengineland.com erklärt, dass diese Form der Werbung nicht von Google abgesegnet sei. ausserdem werde man niemals solche Werbeformen nutzen, da bezahlte Werbe-Links in Weblogs intransparent seien und nicht im Interesse der Nutzer. Damit meint Google besonders die Beiträge, die während einer solchen Kampagne entstehen und im allgemeinen wenig hilfreich für Nutzer sind.

Die Auswirkungen: Google Chrome auf Platz 52

Wie wirkt sich nun diese Bestrafung aus? Wer bei Google.de nach «Browser» sucht, dürfte erst sehr spät auf einen Treffer von Google Chrome treffen: Im getesteten Fall erscheint erst auf Platz 52 eine Webseite aus dem Internet-Angebot, das Google für seinen Browser parat hält - hier die deutsche Startseite. Wer direkt nach «Google Chrome» sucht, trifft allerdings bereits auf der ersten Seite auf eine Seite direkt von Google - allerdings nicht die Startseite, sondern die Lizenzvereinbarung. Davor sind aber andere Download-Angebote positioniert. Die Suche nach «Browser» lieferte auf Seite sechs immer wieder andere Ergebnisse: Die Startseite war mal auf Platz 52, mal auf Platz 59. Ähnlichen Schwankungen unterlag auch die direkte Suche nach «Google Chrome».

Wird Google das verkraften?

Dass Google seinen eigenen Browser herabstuft, mag zunächst befremdlich wirken. Allerdings sagt das Google Web-Spam-Team auch, dass sie extremere Massnahmen ergriffen hätten, als in vergleichbaren Fällen. Klare Kante gegen sich selbst: Wer noch den Beweis sucht, dass Google für seine Nutzer kämpft, hat ihn hier wohl gefunden. Und doch: Auf vielen Ergebnisseiten unseres Test tauchte dann doch «Google Chrome» auf. Wie das? In den Werbekästchen natürlich. Die Verbreitung des Browsers dürfte also unter der 'Bestrafung' nur wenig leiden.

Hintergrund: So sortiert Google die Ergebnisse

Der Hintergrund: Google sortiert seine Ergebnislisten nach vielen verschiedenen Kriterien. Eines der wichtigsten Kriterien sind Links, die von anderen Webseiten gesetzt werden. Je mehr Links auf eine Seite zeigen, um so höherwertig schätzt Google eine Webseite ein. Im Rahmen von Suchmaschinenoptimierung wird versucht, die zu optimierende Webseite möglichst oft zu verlinken. Dies wird von den Suchmaschinenbetreibern allerdings ungern gesehen, da durch solche Massnahmen die Ergebnislisten verfälscht werden können. Die Optimierung für Suchmaschinen wird Search-Engine-Optimization genannt und ist mittlerweile ein eigener Markt für verschiedene Agenturen, die Webseiten-Betreibern ihre Dienste anbieten. Auch private Webseiten können mit einfachen Mitteln für Suchmaschinen optimiert werden.

Mittlerweile setzen viele Suchmaschinen jedoch zusätzlich auch auf andere Sortierungsmechanismen. Google nutzt beispielsweise auch das Verhalten des Nutzers, um vermeintlich bessere Ergebnisse zu liefern. Deswegen sehen die Ergebnislisten verschiedener Nutzer zuweilen sehr unterschiedlich aus. Immer wichtiger wird auch die Verknüpfung mit sozialen Netzwerken: Wer Google Plus nutzt, teilt Google sehr viel über seine Surf-Gewohnheiten mit, die Google berücksichtigen kann.

(Hans-Georg Kluge /teltarif.ch)

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