Google landet nächsten Coup
publiziert: Dienstag, 2. Aug 2005 / 10:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Aug 2005 / 10:39 Uhr

Hamburg - Die neueste Software von Google erlaubt rasante virtuelle Flüge über die Kontinente hinweg oder das Abtauchen in Strassenschluchten.

Europa ist noch nicht so gut erfasst, die Bilder sind nicht sehr detailgetreu.
Europa ist noch nicht so gut erfasst, die Bilder sind nicht sehr detailgetreu.
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Satellitenbilder bei Google

www.earth.google.com

Mit "Google Earth" hat der weltgrösste Suchmaschinenbetreiber die Konkurrenz möglicherweise erneut abgehängt.

Die Software gewährt mit Hilfe von Satellitenbildern und Aufnahmen aus der Flugzeugperspektive den Blick auf alle Teile der Welt. Das Erlebnis im "Google-Earth"-Universum beginnt im Weltraum.

In rasanter Fahrt zoomt der Internetsurfer aus 6000 Kilometer Entfernung hinab auf den Blauen Planeten, den er nach Belieben mit der Mausbewegungen in alle Richtungen drehen und wenden kann. Auf Wunsch fährt "Google Earth" auch gleich auf einen bestimmten Zielpunkt wie etwa New York zu.

Zoom auf die Erde

In der 3-D-Ansicht können hier Fahrten durch Strassen von Big Apple gestartet oder simulierte Wegstrecken etwa zum nächsten italienischen Restaurant abgefahren werden. Während zahlreiche Regionen in den USA oder Grossbritannien schon erschlossen sind, zoomt sich der Nutzer in Europa zuweilen noch in pixelig-verschwommenes "Ackerland".

In Deutschland befinde sich die lokale Suche - etwa nach dem nächsten Restaurant oder einem Schlüsseldienst in der Nähe - noch im Aufbau. "Aber man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass es bis zum Start in Deutschland nicht mehr allzu lange hin sein kann."

Konkurrenz

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Immerhin erwarten Branchenbeobachter, dass der Werbemarkt für Suchmaschinen weltweit in diesem Jahr auf acht Milliarden Dollar steigt. Seit vergangenem Wochenende steht mit "Virtual Earth" nun auch ein Satelliten-Dienst von Microsoft zur Verfügung. Auch Microsoft präsentiert aus der Vogelperspektive eine Sicht auf die Erde, verwendet aber im Wesentlichen noch Schwarz-Weiss-Aufnahmen. "Virtual Earth" befinde sich jedoch noch in der Testphase, heisst es beim Softwarekonzern.

Zunächst hatte Microsoft nach dem Start des Dienstes allerdings erst einmal die Lacher auf seiner Seite. Wie internationale Medien berichteten, zeigt "Virtual Earth" den Firmensitz des Konkurrenten Apple Computer im Silicon Valley als ödes Brachland. Die Presse spottete darauf hin mit der Frage, ob die Darstellung vielleicht der Wunsch-Fantasie von Microsoft-Gründer Bill Gates entsprungen sei.

Dass sich alle Wettbewerber mit ihren Investitionen zum Ausbau ihrer Satelliten-Dienste auch weiterhin nicht zurückhalten werden, gilt als sicher. Google hatte für das Kartenmaterial zuletzt mit der Firma Keyhole einen Anbieter von Satelliten-Bildern übernommen.

Wertvolle Investitionen

Weitere Aufnahmen kauft das Unternehmen dazu - zu nicht gerade günstigen Preisen, wie es heisst. Der Wert von Google Earth, das sich jeder Nutzer kostenlos im Internet herunterladen kann, wird auf etwa hundert Dollar geschätzt. Dennoch soll die Rechnung für die Unternehmen aufgehen.

"Ob für eine schnelle Schuhreparatur, wenn der Absatz abgebrochen ist, oder den nächsten Pizzaservice in der Stadt - allein ein Viertel aller Suchanfragen weltweit haben inzwischen einen lokalen Hintergrund." Allein in diesem Bereich mögliche Werbeverträge könnten weit mehr als genug Geld in die Kassen der Anbieter spülen.

(Renate Grimming/dpa)

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