Erster Eindruck positiv
Google+ macht Facebook nervös
publiziert: Freitag, 1. Jul 2011 / 12:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Jul 2011 / 14:33 Uhr
Google+ ist ein grosser Konkurrent von Facebook.
Google+ ist ein grosser Konkurrent von Facebook.

San Francisco/Mountain View - Mit der Vorstellung von Google+ hat der Suchmaschinenriese einen Coup gelandet. Analysten sprechen dem klar als Facebook-Konkurrenten präsentierten Google-Dienst realistische Chancen zu, sich als soziales Netzwerk zu etablieren.

9 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Das Google+ Projekt
Das neue Social-Media-Projekt von Google.
www.google.com/intl/de/+/learnmore/

Die bisher noch wenigen User der Plattform schwärmen von der einfachen Handhabung von Google+. Auch bei Facebook wurde man hellhörig und beobachtet nun genau, was da auf den Platzhirschen zukommt. Facebook-Chef Mark Zuckerberg musste reagieren und hat nun «etwas Phantastisches» angekündigt, das nächste Woche vorgestellt werden soll.

Freunde in Kreisen

Google+ hinterlässt im pressetext-Test sehr gute erste Eindrücke. Das neue soziale Netzwerk ist derzeit noch in der Entwicklungsphase und daher nicht für jeden gleich zugänglich. Über einen Trick können Nutzer, die bereits Google+ betreten konnten, jedoch weitere Personen einladen. Dazu müssen sie ein Status-Update per E-Mail verschicken.

Der erste Schritt bei Google+ ist, Freunde, Bekannte und Familie in sogenannte Circles (Kreise) einzusortieren. Besitzt man bereits ein Google-Konto und hat Gmail in Verwendung oder ein Android-Smartphone, werden die vorhandenen Kontakte bereits aufgelistet. Per Drag-and-Drop zieht man die Profile in die gewünschten Kreise. Google stellt zu Beginn vier Kreise zur Verfügung (Freund, Familie, Bekannte und interessante Personen), wobei ein Kontakt auch in mehreren Kreisen landen kann. Weitere Kreise lassen sich definieren.

Ein Status-Update wird ebenso verfasst, wie man es von Facebook kennt. Allerdings kann man nicht einfach auf «Teilen» klicken, sondern muss angeben, welchen Kreisen man die Information zugänglich machen will. Ebenso einfach ist es, Links, Fotos oder Videos anderen zugänglich zu machen. Google+ wirkt derzeit wie eine sauber aufgeräumte Version von Facebook. Was vor allem auffällt, ist das Fehlen von Apps und Werbung. Dadurch wird jedoch die Kommunikation unter den Usern hervorgehoben.

Wie reagiert Facebook?

Zuckerbergs gestrige Ankündigung lässt ahnen, dass Facebook in Google+ ernsthafte Konkurrenz sieht. Abgesehen von der ominösen Ankündigung, liess sich der Facebook-Chef allerdings kaum in die Karten schauen. In den Medien wird derzeit darüber spekuliert, dass es sich vor allem über eine verbesserte Unterstützung von mobilen Endgeräten handeln soll. Im Gespräch ist die Zusammenlegung von m.facebook.com und touch.facebook.com beziehungsweise eine eigene iPad-App.

TechCrunch bringt das Projekt «Spartan» ins Spiel, bezweifelt jedoch, dass es bereits kommende Woche angekündigt wird. Dabei handelt es sich um eine Plattform für Apps auf HTML5-Basis. Jedenfalls bleibt noch einige Tage Platz für Spekulationen. Reagieren muss Facebook aber definitiv. Der Shooting-Star im Social-Network-Bereich hat auf seinem Weg nach oben selbst andere Netzwerke in die Bedeutungslosigkeit gedrängt. Vor einem ähnlichen Schicksal ist niemand gefeit.

(bg/pte)

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