Google plant Frontalangriff auf Wikipedia
publiziert: Samstag, 15. Dez 2007 / 13:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Dez 2007 / 13:23 Uhr

Mountain View - Google plant ein Konkurrenzprojekt zu der populären Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Udi Manber, Vizechef Engineering bei Google.
Udi Manber, Vizechef Engineering bei Google.
8 Meldungen im Zusammenhang
Wie Udi Manber, Vizechef Engineering bei Google, im offiziellen Google-Blog, angekündigt hat, entwickelt der Suchmaschinenriese derzeit eine Plattform namens «knol», die zur Wissensverbreitung und als Informationsquelle im Internet dienen soll.

Ähnlich wie Wikipedia

Experten erhalten künftig die Möglichkeit - ähnlich wie bei Wikipedia - Artikel zu bestimmten Begriffen und Stichworten zu verfassen und - anders als bei Wikipedia - auch ihren eigenen Namen darunter zu setzen.

Autoren stärker gewichten

Google will die Position der einzelnen Autoren stärken und Änderungen anderer Nutzer werden nur dann ermöglicht, wenn der Verfasser diesen vorher zustimmt.

«Gemäss unserer Ankündigung handelt es sich zunächst um ein Projekt für die USA. Einen Zeitraum für den Starttermin können wir derzeit noch nicht nennen», sagt Google-Sprecher Kay Oberbeck auf Nachfrage.

«knol» im Test

Derzeit wird «knol» von einer ausgewählten Gruppe an Nutzern getestet und befindet sich weiterhin in der Entwicklungsphase. Das neue Angebot soll künftig eine Reihe an Community-Anwendungen enthalten. Laut Manber wird es Kommentarfunktionen geben, die Möglichkeit Fragen zu stellen sowie zusätzlichen Content zu posten.

Der Name «knol» leitet sich von dem englischen «knowledge» (Wissen) her.

Autoren in den Mittelpunkt

Die Kernidee des Projekts ist es, die Autoren mehr in den Mittelpunkt zu rücken. «Bücher tragen den Namen des Autors auf ihren Covern, Zeitungsartikel sind namentlich gekennzeichnet und auch Wissenschaftsbeiträge nennen ihre Autoren - das Web hat sich bislang ohne starke Bindung zur Ausweisung der Verfasser entwickelt», schreibt Manber. Google sei jedoch der Ansicht, dass die Kenntnis über den Urheber den Usern helfen könne, Online-Inhalte besser zu nutzen.

Werbung auf Beitragsseiten

Die Autoren sollen auch die Möglichkeit erhalten, Werbung auf ihren Beitragsseiten zu schalten und infolge an den Einnahmen mitzuverdienen. Details dazu wurden bislang aber nicht genannt. Google weist auch darauf hin, dass jegliche Verantwortung für die Inhalte bei den Verfassern liegen und das Unternehmen keinerlei Bearbeitung daran vornehmen wird.

Nach Abschluss der Testphase soll «knol» jedem Internetnutzer vollkommen uneingeschränkt offen stehen, weshalb Manber jetzt schon darauf aufmerksam macht, dass nicht jeder Beitrag von höchster Qualität sein werde.

(li/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mountain View - Google hat eine ... mehr lesen
Auf Knol wird der einzelne Autor mehr betont.
Wikipedia sei kein wirklich journalistisches Produkt.
Berlin - Deutsche Journalisten nutzen ... mehr lesen
Graz - Ein von Grazer Forschern ... mehr lesen
Maurer: «Bis jetzt war es den meisten Menschen gar nicht bewusst, dass hier ein Problem vorliegt.»
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales plant ein neues Projekt.
Hamburg - Der Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales, will mit einem neuen Projekt in Konkurrenz zur weltgrössten Internet-Suchmaschine Google treten. mehr lesen
Zürich - Die freie Enzyklopädie ... mehr lesen
Nadine Masshardt (21), Grossrätin des Kantons Bern sowie Nationalratskandidatin, hält die Eröffnungsrede.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eher kindisch sind Einträge, die ein Mitarbeiter der BBC vornahm. Der anonyme Autor behauptete, der ehemalige britische Premier Tony Blair habe bei einem EU-Gipfel zu viel Wodka getrunken.
Hamburg - Die Online-Enzyklopädie ... mehr lesen
Wer sich unter dem Hauptquartier eines Internet-Riesen eine elegante ... mehr lesen
Die Frau an der Spitze: Florence Devouard.
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales macht Google Konkurrenz: Er plant die Lancierung einer eigenen Suchmaschine. Diese hat offenbar die Unterstützung von Amazon erhalten, wie Welt.de schreibt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Online-Programmierkurse für Schülerinnen und Schüler boomen.
Online-Programmierkurse für Schülerinnen und Schüler ...
Potsdam - Die seit fast zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie hat weltweit enorme Zuwächse beim Online-Lernen ausgelöst - vor allem in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Bildung. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO auf einer Fachtagung in Potsdam berichtete, wird in den nächsten Tagen auf ihrer Internet-Plattform OpenWHO die Schwelle von sechs Millionen Einschreibungen überschritten. mehr lesen 
Neue Eiswürfel mit grossem Potenzial bei Kühlung und Versand von Lebensmitteln  Forscher der Universität von Kalifornien in Davis haben eine neue Art von Kühlwürfeln entwickelt, die die Kühlung und den Versand von ... mehr lesen  
Welche Designerdroge kommt als nächstes auf den Markt?
Forscher der University of British Columbia (UBC) und der University of Alberta haben Computer so trainiert, dass sie die nächsten Designer-Medikamente ... mehr lesen  
Verbrauchte Lithium-Ionen-Batterien enthalten wertvolle Metalle, die sich beim Recycling nur schwer voneinander trennen lassen. Altbatterien stellen eine nachhaltige Quelle für diese Metalle dar, insbesondere für die ... mehr lesen
Xiao Su, Professor für Chemie- und Biomolekulartechnik an der Universität Illinois.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee wolkig, wenig Schnee
Basel 4°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen wolkig, wenig Schnee
St. Gallen -1°C 2°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee immer wieder Schnee
Bern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee wolkig, wenig Schnee
Luzern 0°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, etwas Schnee immer wieder Schnee
Genf 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, wenig Schnee
Lugano 6°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten