Rätoromanisch verbreitet sich
Google verwirrt mit Sprachenchaos auf Landkarte
publiziert: Donnerstag, 3. Okt 2013 / 17:11 Uhr
Ein Durcheinander bei Google.
Ein Durcheinander bei Google.

Chur/ Zürich - Der Internet-Gigant Google verhilft dem Rätoromanischen zu unerwarteter Verbreitung: Auf Google Maps sind Deutschbündner Gemeinden reihenweise mit der romanischen Namensvariante angeschrieben. Die Kantonsregierung interveniert nun - bereits zum zweiten Mal.

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«Klosters» heisst auf Google Maps «Claustra», aus «Maienfeld» wurde «Maiavilla» und wer «Flims» sucht findet «Flem». Die Umbenennung Graubündens in die nur Rätoromanen bekannten Ortsnamen trifft ganze Regionen, etwa das Prättigau, weite Teile des Churer Rheintals und ganz Mittelbünden. Fast flächendeckend romanisiert wurden die über den Kanton verstreuten deutschsprachigen Valsersiedlungen.

Damit nicht genug. Auch romanische Gemeinden blieben von Googles «Sprachförderung» nicht verschont. Statt «Savognin» benutzt die Internet-Landkarte «Suagnign». Die Ortsbezeichnung im örtlichen Dialekt ist selbst Romanen nicht geläufig, ebenso wie kaum ein Einwohner von «Laax» wissen wird, dass seine Gemeinde in grauer Vorzeit «Lags» hiess.

Was für die einen Bündner bloss eine lustige Kuriosität ist, stellt für andere ein echtes Ärgernis dar. Wenig amüsiert ist die Bündner Regierung.

Kantonsregierung schreibt Google

«Wegen des Tourismus' haben wir ein grosses Interesse, dass Google die bekannten amtlichen Namen verwendet», sagte am Donnerstag Bruno Maranta, Sekretär des Volkswirtschaftsdepartementes, zu einem Artikel in der Tageszeitung «Die Südostschweiz». Die Karte von Google werde verbreitet genutzt und verwirre die Gäste.

Die Kantonsregierung wird bei Google schriftlich intervenieren - und hofft, dass sich der Internet-Gigant einsichtig zeigt. «Wir können Google nicht verpflichten, die Gemeinden mit den offiziellen Namen anzuschreiben», erklärte der Departementssekretär gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Mehrere Sprachenwechsel auf Maps

Es ist bereits das zweite Mal, dass die Regierung bei Google wegen dem Namenswirrwarr anklopft. Schon im Sommer schrieb sie an den Schweizer Hauptsitz in Zürich. Eine Antwort bekamen die Bündner zwar nicht, Ende August aber hielt auf Google Maps in Deutschbünden wieder die deutsche Sprache Einzug.

Bis sich vor wenigen Tagen das Romanische in alter Stärke zurückmeldete - und der erneute Sprachenwechsel das Rätsel um Googles Intentionen noch verwirrender machte. Denn bislang hat die Internetfirma auf keine Medien-Anfrage aus Graubünden reagiert.

(bg/sda)

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