Gordon Brown überraschend im Irak
publiziert: Samstag, 18. Nov 2006 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Nov 2006 / 12:57 Uhr

Washington - Grossbritanniens Finanzminister Gordon Brown hat bei einem Überraschungsmomentes im Irak dem Land zusätzliche 100 Millionen Pfund (236 Millionen Franken) Hilfsgelder in Aussicht gestellt.

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Die Summe solle verteilt über die kommenden drei Jahre in ein Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft fliessen, sagte Brown nach seiner Ankunft in Basra. Brown stattete bei seiner ersten Irak-Reise auch den dort stationierten britischen Truppen einen Besuch ab.

Insgesamt sind 7200 britische Soldaten im Süden des Irak im Einsatz, die meisten von ihnen in und um Basra. Beobachter gehen davon aus, dass Brown mit dem Irak-Besuch seinem Anspruch auf die Nachfolge von Premierminister Tony Blair mehr Gewicht verleihen will.

Blair sprach beim Irak-Einsatz erstmals von massiven Schwierigkeiten. In einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira sagte der Labour-Regierungschef, der Einsatz sei bislang ein «ziemliches Desaster» gewesen.

Der Grund dafür liege jedoch nicht in einer schlechten Vorbereitung, sondern im Verhalten von Aufständischen im Irak, die aus dem Ausland unterstützt würden. Zugleich bekräftigte der Premierminister, dass es keinen baldigen Abzug der britischen Truppen geben werde.

Blair hatte vor einigen Monaten angekündigt, seinen Posten innerhalb eines Jahres zu räumen. Allgemein wird damit gerechnet, dass er im Mai Platz für einen Nachfolger machen wird. Dabei ist Brown Favorit für die Nachfolge.

US-Vizepräsident Dick Cheney hat sich derweil gegen einen Rückzug der USA aus dem Irak ausgesprochen. Die US-Regierung erwägt nach dem Debakel der Republikaner von US-Präsident George W. Bush bei den Kongresswahlen eine Änderung der Irak-Strategie.

«Einige in unserem Land mögen vielleicht ohne böse Absicht glauben, dass ein Rückzug aus dem Irak Amerika sicherer machen würde. Jüngste Erfahrungen lehren uns jedoch das Gegenteil», sagte Cheney in einer Rede vor der konservativen Federalist Society.

(fest/sda)

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