Gotthard-Basistunnel: Beschwerde gutgeheissen
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 17:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 18:00 Uhr

Luzern - Die Eidg. Rekurskommission hat die Beschwerde der Arbeitsgemeinschaft Marti gegen die AlpTransit Gotthard AG (ATG) gutgeheissen.

Laut ATG führe die erneute Beurteilung zu Verzögerungen und Mehrkosten.
Laut ATG führe die erneute Beurteilung zu Verzögerungen und Mehrkosten.
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Die Vergabe des Loses Erstfeld muss neu beurteilt werden.

Wie die ATG mitteilte, hiess die Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen die Beschwerde von Marti am Montag gut. Sie hat den Vergabeentscheid vom vergangenen Jahr aufgehoben und zur Neubeurteilung an die ATG zurückgewiesen.

Die ATG hatte am 11. August 2005 das Los 151 für den Tunnelabschnitt zwischen Erstfeld und Amsteg der Arbeitsgemeinschaft Gotthard- Basistunnel Nord (AGN) vergeben; die AGN besteht aus der Murer- Strabag AG (Erstfeld) und der Strabag AG (Österreich). Das Los kostet 430 Millionen Franken.

Gegen den Zuschlag erhob die unterlegene Arbeitsgemeinschaft Marti im September Beschwerde. Die Marti AG vertrat die Ansicht, «dass bei der Arbeitsvergabe nicht alles richtig gelaufen war». Das Angebot des Konkurrenten AGN sei nur um 0,6 Prozent billiger gewesen.

Nach dem Entscheid der Rekurskommission kann der Werkvertrag zwischen ATG und AGN nicht unterzeichnet werden. Diese Situation führt laut AlpTransit «beim Bau des Gotthard-Basistunnels zu zeitlichen Verzögerungen und Mehrkosten in noch nicht bekanntem Ausmass».

Das Los 151 umfasst den Vortrieb der beiden Einspurröhren für den 7,8 Kilometer langen Abschnitt des Gotthard-Basistunnels zwischen Erstfeld und Amsteg, den Ausbruch von 23 Querschlägen und den Bau der unterirdischen Verzweigung für den späteren Bau der Linienführung «Berg lang geschlossen» (Zufahrt zum Basistunnel im Berg).

(bert/sda)

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