Gräberfeld für Muslime abgelehnt
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 18:45 Uhr

Weinfelden - Auf dem Friedhof von Weinfelden TG wird kein muslimisches Gräberfeld angelegt. Das Gemeindeparlament hat das umstrittene Projekt aus dem Friedhofreglement gestrichen.

Die heftigen Reaktionen schockierten den Kommissionspräsidenten.
Die heftigen Reaktionen schockierten den Kommissionspräsidenten.
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Die nach heftigen Diskussionen eingesetzte Kommission erwarte nun vom Gemeinderat, dass er die Bevölkerung über das ungelöste Problem der Bestattung von Muslimen informiere. Die Legislative solle zu gegebener Zeit eine neue Vorlage ins Parlament bringen, schreibt der Präsident der Kommission im Protokoll der letzten Sitzung.

Er sei schockiert über die heftigen und undifferenzierten Reaktionen und Argumente einer breiten Bevölkerungsschicht, schreibt der Präsident der Kommission. Viele Gegner hätten sich menschenverachtend über Andersgläubige geäussert, aber nicht den Mut gehabt, öffentlich dazu zu stehen.

Das Projekt «Parkfriedhof» in der Thurgauer Gemeinde Weinfelden hatte ein muslimisches Gräberfeld vorgesehen. Das Gräberfeld war ein pragmatischer Kompromiss mit klaren Bestimmungen. Bestattungen ohne Sarg hätte es ebensowenig gegeben wie eine ewige Grabesruhe.

Das Feld hätte rund 600 Quadratmeter gross sein und Platz für 70 Bestattungen bieten sollen. Die Gräber wären nach Mekka ausgerichtet worden.

(ht/sda)

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