Gräueltaten und sexuelle Gewalt im Osten Kongos
publiziert: Samstag, 11. Feb 2006 / 00:27 Uhr

Genf - Tausende Zivilpersonen fliehen vor den Konfrontationen zwischen der kongolesischen Armee und den Rebellen in Nord-Kivu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Die humanitären Organisationen rufen auf, 680 Millionen Dollar für den Kongo zur Verfügung zu stellen.
Die humanitären Organisationen rufen auf, 680 Millionen Dollar für den Kongo zur Verfügung zu stellen.
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Das UNO-Hochkommissariat berichtete über Gräueltaten und sexuelle Gewalt. «Die Situation in Kiberezi ist nichts anderes als eine menschliche Tragödie», erklärte Ron Redmond, Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR), in Genf.

Die Vertriebenen berichteten über Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung, ergänzte Redmond, «darunter Morde, Plünderungen und zahlreiche Fälle von sexueller Gewalt».

Die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» (MSF) gab an, pro Woche 25 Vergewaltigungsopfer zu behandeln. Vor dem Wiederaufflammen der Auseinandersetzungen im Nordosten Kongos im Januar waren es jeweils 50 Fälle pro Monat gewesen.

Region Kiberezi praktisch leer

Die Region Kiberezi, deren Bevölkerung etwa 40 000 beträgt, ist gemäss dem UNHCR praktisch leer. Rund 30 000 Personen seien in eine Stadt in der Nähe geflohen. Die anderen versteckten sich in den Wäldern - ohne Wasser, ohne Nahrung und ohne irgendwelche Hilfe.

Die Demokratische Republik Kongo zählt insgesamt mindestens 1,7 Millionen Vertriebene. Im Rahmen des Aktionsplans, der am Montag in Brüssel bekannt gegeben werden soll, hat das UNHCR die Verantwortung für den Schutz der im Land Vertriebenen übernommen.

Täglich sterben 1200 Menschen an den Folgen der Gewalt

Die humanitären Organisationen rufen auf, 680 Millionen Dollar (883 Mio. Fr.) für den Kongo zur Verfügung zu stellen.

Die Sprecherin für humanitäre Angelegenheiten der UNO, Elisabeth Byrs, erinnerte daran, dass im Kongo täglich 1200 Personen an den Folgen der Gewalt sterben. Das sei «alle sechs Monate ein Tsunami». Rund 80 Prozent der 60 Millionen Kongolesinnen und Kongolesen leben mit weniger als einem Dollar pro Tag.

(smw/sda)

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