Grandiose Eröffnungsshow in Peking
publiziert: Freitag, 8. Aug 2008 / 18:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Aug 2008 / 20:08 Uhr

Die 29. Olympischen Spiele in Peking sind am Freitagabend um 23:36 Uhr Ortszeit nach einer äusserst spektakulären Zeremonie von Chinas Staatspräsident Hu Jintao offiziell für eröffnet erklärt worden.

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Um 20 Uhr, am 8.8.2008, erfolgte bei feuchtheissem Wetter der Startschuss zu einer gigantischen, in diesem Mass noch nie gesehenen Eröffnungsshow.

Den 91'000 Zuschauern im prunkvollen Nationalstadion «Vogelnest», unter ihnen über 90 Staats- und Regierungschefs, und den geschätzten vier Milliarden TV-Zuschauern auf der ganzen Welt wurde ein Spektakel geboten, das seinesgleichen sucht.

Farbenfroh, laut, mit Bezug zum stolzen Gastgeberland und dessen Erfindungen. Und mit mehreren Feuerwerksteilen (verteilt in der ganzen Stadt) liessen die Pekinger Organisatoren mit ihrer perfekt inszenierten Show keine Wünsche offen. Zu Verzögerungen kam es - wie gewohnt - beim Einlaufen sämtlicher Nationen.

Viel Applaus für Federer

Als 184. der 204 teilnehmenden IOC-Mitgliederstaaten lief, angeführt von Geburtstagskind und Fahnenträger Roger Federer (27), um 22.54 Uhr Lokalzeit die Schweizer Delegation unter kräftigem Applaus im Stadion ein. Als offizieller Vertreter weilten Bundespräsident Pascal Couchepin und dessen Gattin Brigitte vor Ort.

Im Gegensatz zum 30-sekündigen TV-Auftritt durfte sich Chinas über 630 Athleten umfassendes Aufgebot fast eine Viertelstunde lang vom Publikum feiern lassen, ehe es sich in der Mitte der Arena einreihte.

Fliegender Li entzündet Flamme

Die Olympische Flamme entzündete mit etwas mehr als einer halben Stunde Verspätung der ehemalige Weltklasse-Kunstturner Li Ning. Li wurde wie ein Superman unter das Dach hochgezogen, «wandelte» hoch über dem Stadion einer Leinwand entlang und liess die überdimensionale Fackel entflammen.

Li war 1984 in Los Angeles dreifacher Olympiasieger und kehrte damals mit sechs Medaillen aus Kalifornien nach China zurück. Heute ist er einer der erfolgreichsten Geschäftsleute Chinas.

(bert/Si)

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RE: Wenn die Geschichte...
Zu dem Thema/Vergleich gibt es hier noch einen ausführlicheren Artikel...
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Die-Leni-Riefenstahl-Chinas/st...
China hat viel unternommen
Wir haben den Olympia-Austragungsort Peking nicht gewählt und können es nicht mehr ändern. Die Spiele laufen nun und sollen die ganze Welt erfreuen. Wie China das macht, das ist seine Sache. Und wir sollten nicht ständig kritisieren.

Ich kenne China von Reisen, habe einen Patensohn, der eine Kampfsportschule betreibt und sich mehrmals jährlich in Peking weiterbildet. Seine Frau ist Chinesin und erzählt viel von der Kultur und von den Menschen. Es ist sicher vieles nicht gut.

Wir sollten aber auch die Anstrengungen anschauen, die China gerade für die Durchführung der Olympiade auf sich genommen hat. Man ist auf einem Weg, sich mit den Menschenrechten zu befassen und Dinge zu verändern. Von einem Tag auf den anderen geht das sicher nicht. Doch man ist auf dem Weg. Um die bisher unternommenen Leistungen Chinas zu verstehen, und die waren gewaltig, muss man die Menschen dort und deren Kultur und Bräuche besser kennen. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Die restliche Welt sollte wohl ein Auge auf China richten, doch sich nicht ständig in alles einmischen. Ist bei uns hier alles so supertoll? Und kommt hier keiner zu kurz? Gibt es nicht auch in unserem Lande viel Unrecht und Menschen die Leid erfahren? Wie war es z.B. mit den Kindern der Landstrasse? Wie lange hat es gedauert, bis die Fahrenden zumindest eine Spur von Recht bekamen? Und wie viele haben bis heute keine Rehabilitation erfahren und nichts von Entschuldigung gehört?
Wenn die Geschichte
sich wiederholt.... Ihre Bemerkung, TRON, erinnet mich an Leni Riefenstahl, auch diese - hochkontroverse - FIlmerin setzte mit ihren Olympiafilmen rein ästhetisch neue Massstäbe, den "Makel" der Kollaborateurin mit dem Hitler-Regime wurde sie niemehr los.
Zhang Yimou
Kein Wunder war die Inszenierung so krass, der chinesische Filmregisseur Zhang Yimou war dafür verantwortlich. Übrigens... galt als hochgelobter avangardistischer Regisseur und nun wegen seinen letzten Filmen und Projekten von vielen ehemaligen Bewunderern zum Opportunisten verschrien.
Brot und Spiele?
Ich gebe zu, dass ich zuwenig über Land, Kultur, Politik Chinas weiss, um mir eine "Meinung" zu bilden. Die einzige Berichterstattung die ich kenne ist westlich geprägt. Ich nehme an, dass es eine etwas resolutere Hand braucht, um eine Milliardenbevölkerung zu ernähren und ihr eine Zukunft zu ermöglichen.

Russland geht auch nicht gerade zimperlich mit seinen Ethnien um, und kampflos gibt Moskau kein Jota Macht an die Republiken ab. Helmut Schmidt - ein etwas profunderer China-Kenner als ich es bin - meint, dass der Westen sich nicht in innenpolitische Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen hat, in dieser Anmassung sieht er eine grosse Gefahr für den Weltfrieden.

Was wollen wir denn, China drohen? Uns als Richter gebärden? Wenn sich Peking unseren *Ermahnungen* nicht beugt, wie wollen wir sie durchsetzen? Durch Boykott - sind wir nicht genauso von China abhängig wie China von uns? Manchmal denke ich mir, dass durchaus gutmeinende europäische Politiker etwas die Bodenhaftung verloren haben.

Immerhin haben wir es in China mit einer jahrtausendealten Kultur zu tun, einem Riesenreich mit unzähligen Facetten. Freiheit und Demokratie muss man sich auch leisten können, beides ist eng mit Wohlstand verbunden. Auch die abendländische Demokratie-Idee wurde in den alten griechischen Stadtstaaten entwickelt, durch Denker, die von den Zwängen der Existenz durch Rang und Sklaven befreit waren.

Wir können unsere Masstäbe doch nicht 1:1 auf einen ganzen Kulturraum übertragen, der die längst Zeit seiner Geschichte völlig vom Rest der Welt abgeschottet war. Die "Öffnung" der letzten Jahrzehnte war m.E. eine rein wirtschaftliche. Praktizieren wir da nicht auch eine Art "Werte-Imperialismus"?
1936 in China
Das erinnert mich ans Jahr 1936 - olympische Spiele in N* (nicht erlaubtes Wort)deutschland... jetzt ist es einfach im "freien" China. Na Prost...
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