Autorenvereinigung verschreibt sich der Freiheit des Wortes
Grass bleibt PEN-Ehrenpräsident
publiziert: Sonntag, 13. Mai 2012 / 14:09 Uhr
Schriftsteller Günter Grass
Schriftsteller Günter Grass

Rudolstadt - Literaturnobelpreisträger Günter Grass bleibt Ehrenpräsident des deutschen PEN-Zentrums. Bei der Jahrestagung der Schriftstellervereinigung wurde ein Antrag auf Aberkennung dieses Titels wegen Grass' israel-kritischen Gedichts abgelehnt.

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Abgelehnt wurde auch ein Antrag, dass das PEN-Zentrum eine offizielle Erklärung abgeben solle, Grass sei einer Rufmord-Kampagne ausgesetzt. Nach teils kontroverser Diskussion rangen sich die Mitglieder am Samstag zu diesem Entscheid durch und auch dazu, nicht inhaltlich über das Grass-Gedicht zu diskutieren.

Begründung: Die Autorenvereinigung habe sich der Freiheit des Wortes verschrieben. Das gelte auch für das Grass-Gedicht sowie für die Medien. Grass hatte Anfang April mit dem Gedicht «Was gesagt werden muss» für heftige Diskussionen gesorgt.

Darin schrieb er, Israel bedrohe als Atommacht den Weltfrieden und könne das iranische Volk mit einem Erstschlag auslöschen. Israel verbot Grass daraufhin die Einreise. Grass nahm wie die beiden Antragsteller an der Tagung nicht teil.

Neue urheberrechtliche Fragen

Der Giessener Germanistikprofessor Sascha Feuchert wurde auf der Jahrestagung der Vereinigung als neuer Vizepräsident und Beauftragter für «Writers in Prison» gewählt, wie es weiter hiess. Feuchert rückt für den scheidenden Amtsinhaber Dirk Sager nach.

Zum Abschluss der Tagung beschloss die Mitgliederversammlung zudem, eine Arbeitsgemeinschaft zum Urheberrecht einzurichten. Diese solle die urheberrechtlichen Fragen klären, die unter anderem durch die Verwertung von Wortbeiträgen auch im Netz neu entstanden seien.

Unterstützung für Griechenland

In einer weiteren Erklärung warnte die Mitgliederversammlung vor der Demütigung «einer grossen Kulturnation wie Griechenland als Schuldnerland Europas». Die Schriftsteller erinnerten in diesem Zusammenhang daran, dass Deutschland noch immer keine angemessenen Reparationen für die von der deutschen Besetzungsmacht im Zweiten Weltkrieg verursachten Schäden geleistet hat.

(asu/sda)

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