
Berlin - Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat sein heftig kritisiertes Israel-Gedicht verteidigt und seinen Kritikern Hass vorgeworfen. Sollte Israel Irans Atomanlagen angreifen, könnte das zum Dritten Weltkrieg führen, warnte der 84-Jährige.
Er hatte in dem Gedicht «Was gesagt werden muss» Israel vorgeworfen, als Atommacht den Weltfrieden zu gefährden. Sich selbst bezichtigte er, zu lange dazu geschwiegen zu haben.
In dem Streit griff Grass seine Gegner auch mit einem Begriff aus der NS-Zeit an. «Es ist mir aufgefallen, dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund steht», sagte er.
Der Begriff Gleichschaltung entstammt der Terminologie der Nationalsozialisten, die damit die Beseitigung der pluralistischen Gesellschaft durch die Auflösung ehemals freier Medien, Vereine und Gewerkschaften oder deren Integration ins NS-System bezeichneten.
Klarsfeld zitiert Drohrede Hitlers
Medien erinnerten daran, dass Grass als Jugendlicher Mitglied der Waffen-SS war. «Der Tenor ist, sich bloss nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen», sagte Grass weiter: «Widerrufen werde ich auf keinen Fall.»
Die scharfe internationale Kritik an dem Autor hielt unvermindert an. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer schändlichen Gleichstellung Israels mit dem Iran. Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld attackierte den Schriftsteller am Freitag mit einem Verweis auf Adolf Hitler.
In einer Mitteilung zitierte sie aus einer Drohrede, die Hitler 1939 gegen «das internationale Finanzjudentum» gehalten habe. Sie fuhr fort, wenn man den Ausdruck «Finanzjudentum» durch «Israel» ersetze, «dann werden wir von dem Blechtrommelspieler (Anm.: gemeint ist Grass) die gleiche antisemitische Musik hören».
Historiker Segev: Grass inkompetent
Beistand erhielt Grass vom Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck. In einem freien Land müsse auch scharfe Kritik «unter Freunden» möglich sein, «ohne reflexhaft jetzt als Antisemit verdächtigt zu werden», sagte Staeck.
Der israelische Historiker Tom Segev sagte, Grass sei in der Frage, mit der er sich in dem Gedicht beschäftige, ganz offenbar inkompetent. Er wisse absolut nichts über den Konflikt mit dem Iran. Der israelische Schriftsteller Eli Amir warf Grass im Nachrichtenmagazin «Focus» vor, Hass zu säen.
In internationalen Medien wurde Grass ebenfalls meist scharf angegriffen. Die niederländische Zeitung «de Volkskrant» fragte: «Günter Grass war Mitglied der Waffen-SS. Ist er eine geeignete Person, solcherart Gedichte zu schreiben?»
(bert/sda)
Sobald irgendwer, der bekannt ist oder ein öffentliches Amt innehat, irgendwas äussert, das auch nur im entferntesten als Kritik an Israel gedeutet werden kann, läuft die jüdische Gemeinde Amok und erreicht via Politik oder Medien, dass diese Personen entfernt werden oder aufs äusserste verunglimpft und gegeisselt werden.
Das passiert immer wieder, praktisch jedes Jahr mit irgendjemandem.
Es ist ein Wunder das überhaupt noch Leute sich getrauen irgendwas zu sagen.
Grass ist nur das neueste Beispiel dafür.
Die Superreichen Familien, die durch die Umverteilung des Volksvermögens durch Ultraneoliberalist Netanjahu immer reicher werden.
Die Ultraorthodoxen Juden, die weder arbeiten noch sonst was sinnvolles zur Gesellschaft beitragen.
Alle anderen fühlen sich längst nicht mehr vertreten durch den Despoten Netanjahu, der ja nicht mal gewählt wurde!! Und nur durch Intrigen an die Macht kam mit Hilfe der Ultranationalistischen Kleinstparteien, die eine Regierung unter Kadima erfolgreich verhindert hatten.
Das Politsystem in Israel wurde so umgebaut, das nur noch Rechtskonservative Bündnisse möglich sind mit Mehrheiten.
Israel ist längst zu einem Regime geworden, dass die Demokratie Stück für Stück beerdigt.
Jegliche Kritik an Israel wird sofort mit Antisemitismus gleichgestellt um alle Kritik oder Argumente im Keim zu ersticken.
Das Gedicht von Grass enthält viele unbequeme Wahrheiten, aber auch ein paar eher sinnlose Bemerkungen.
Die Israelische Propagandamaschine zupft allerdings sehr geschickt einfach das heraus was ihr nützt um Grass zu verunglimpfen und als Judenhasser hinzustellen.
Unter Netanjahu werden Siedlungen gebaut und besetzt mit Ultraorthodoxen, und zwar so viele wie nie zuvor um es unmöglich zu machen für spätere Regierungen Frieden zu schliessen oder wenigstens eine friedliche Ko Existenz anzustreben.
Netanjahu ist gefährlich, leider sehen das noch zu wenige Leute, und die die es sehen werden mit System verunglimpft.
Das erinnert an ein anderes Regime das vor langer Zeit...
Ein Vers aus dem Gedicht:
"...Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird."
Ich kann weder hier noch im Rest des Gedichts etwas Schlechtes oder Einseitiges finden.
Kritik an der Politik Israel ist zwar in Deutschland kein Tabu das Grass mit seinem Gedicht gebrochen hat. Tatsache aber ist auch, dass trotz dieser Kritik in Deutschland die Kriegsmaterialexporte unseres Nachbarlandes an Israel und an die Diktaturen im Pulverfass des Nahen Ostens weitergehen, wie schon unter der rot-grünen Regierung der BRD. Deutschland ist heute nach den USA und Russland der grösste Waffenexporteur dieser Erde.
Deutschland liefert laufend Kriegsmaterial an Staaten die in Spannungsgebieten liegen, die Menschenrechte verletzen oder sogar Kriege führen, wie an Nato Staaten, die USA, Frankreich, Grossbritannien, Italien usw. die nach Afghanistan auch noch in Libyen Krieg führten. Diese Kriegsmateriallieferungen der Bundesrepublik verstossen gegen das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz welches als Ausführungsgesetz zu Artikel 26 Abs. 2 des Grundgesetzes 1961 in Kraft trat. Darin verbietet Paragraph 6 unter anderem die Lieferung von Waffen an ein anderes Land, wenn „die Gefahr besteht, dass die Kriegswaffen bei einer friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg, verwendet werden.“ Die Lieferung von Kriegswaffen in Krisengebiete ist damit untersagt. Der Nahe Osten ist wohl das Krisengebiet schlechthin in das jetzt 200 deutsche Leopard Panzer nach Saudi-Arabien verkauft werden sollen oder wieder neue U-Boote nach Israel.
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