Graubünden senkt Steuern für Reiche und Firmen
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 12:10 Uhr

Poschiavo GR - Graubünden entlastet Vermögende, Unternehmen und gleicht die kalte Progression rascher aus. Die entsprechende Revision des Steuergesetzes genehmigte der Grosse Rat an der Auswärtssession in Poschiavo.

In Graubünden soll die Sonne vor allem für die Spitze der Gesellschaft scheinen.
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Die Regierungsvorlage wurde mit 93 zu 15 Stimmen gutgeheissen. Nicht mehr im Boot war am Schluss die SP.

Nachdem sie mit allen ihren Anträgen gescheitert war, lehnte die Partei die Revision ab, und deren Sprecher deutete die Möglichkeit eines Referendums an.

Ausfälle zu Lasten von Kanton und Gemeinden

Die Anpassungen im Steuerrecht verursachen längerfristig Ausfälle von 78 Millionen Franken. Die eine Hälfte geht zu Lasten des Kantons, die andere der Gemeinden. Die grössten Einbussen von je rund einem Drittel resultieren durch Ausfälle bei der Vermögenssteuer, der Gewinnsteuer für Unternehmen sowie durch den Ausgleich der kalten Progression.

Die Regierung will mit den Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln und den Kanton Graubünden als Wohnort attraktiver machen, wie Finanzdirektor Martin Schmid sagte. Familien profitieren von höheren Abzügen für Kinder.

(fkl/sda)

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