Greenpeace-Leute klettern auf Bundeshaus-Gerüst
publiziert: Montag, 12. Jun 2006 / 11:03 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Jun 2006 / 12:20 Uhr

Bern - Rund 15 Greenpeace-Aktivisten sind auf die Baugerüste am Bundeshaus geklettert und haben daran vier riesige Transparente befestigt.

Schwindelerregendes Klettern gegen «Passivität in der Luftproblematik».
Schwindelerregendes Klettern gegen «Passivität in der Luftproblematik».
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Sie protestierten damit gegen die «bundesbernische Passivität in der Luftproblematik».

Auf drei Bannern stand auf Deutsch, Französisch und Italienisch «Auch die Luft braucht neue Frische», auf dem vierten Banner auf Deutsch «Bundesbern aufwachen!». Die orange gekleideten Aktivisten kletterten auf den Gerüsten des in Sanierung befindlichen Bundeshauses herum und liessen sich an Seilen hinunter hängen.

Folgen der Luftverschmutzung

Drei Alphornbläser in Greenpeace-T-Shirts untermauerten den Protest musikalisch mit schrägen Tönen. Mit der Aktion protestierten die Greenpeace-Aktivisten gegen die «viel zu lasche Gesundheits- und Klimapolitik», wie Greenpeace mitteilte.

Seit Jahren stagniere die Luftverschmutzung auf einem gesetzeswidrig hohen Niveau. Die Folgen seien gravierend: Die Gesundheit von Hunderttausenden sei gefährdet. Gerade Kinder und ältere Personen litten besonders.

Grenzwerte nicht eingehalten

An Gesetzen fehle es aber nicht: Seit über 20 Jahren existiere eine fortschrittliches Luftreinhalteverordnung, deren Einhaltung Gesundheitsschäden weitgehend ausschliessen würde. Die gesetzlich verankerten Grenzwerte seien jedoch in keinem Jahr eingehalten worden.

Substanzielle Besserungen seien in den nächsten 15 Jahren ohne zusätzliche Massnahmen nicht in Sicht. Greenpeace fordert deshalb, dass gerade in den Ballungsgebieten schnell Gegenmassnahmen ergriffen werden. Dort seien drei Millionen Menschen einer ungenügenden Luftqualität ausgesetzt.

Für Road Pricing

Als Leitfaden müsse dabei in den nächsten Jahren der Treibstoffverbrauch mindestens halbiert werden. Anreize für sparsame Fahrzeuge, CO2-Abgabe, verbesserter öffentlicher Verkehr statt Strassenausbau, Road Pricing, Tempobeschränkungen und das Ausschöpfen technischer Möglichkeiten gehörten endlich umgesetzt.

(ht/sda)

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