Vier von 40 sind «sauber»
Greenpeace findet gefährliche Chemikalien in Outdoor-Kleidung
publiziert: Montag, 25. Jan 2016 / 09:17 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jan 2016 / 11:56 Uhr
Die Ergebnisse des dritten Outdoor-Bekleidungstests von Greenpeace seien enttäuschend. (Symbolbild)
Die Ergebnisse des dritten Outdoor-Bekleidungstests von Greenpeace seien enttäuschend. (Symbolbild)

München - In Kleidern und Schuhen sowie Rucksäcken und Schlafsäcken von Outdoor-Firmen stecken nach Angaben von Greenpeace oft umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien. Nur in vier von 40 untersuchten Artikeln sind keine polyfluorierten Chemikalien (PFC) gefunden worden.

2 Meldungen im Zusammenhang
Die Outdoor-Branche setze weiterhin Schadstoffe ein, von denen sich einige in der Natur anreicherten oder sogar krebserregend wirken könnten, kritisierte die Umweltorganisation am Montag.

Die Ergebnisse des dritten Outdoor-Bekleidungstests von Greenpeace seien enttäuschend für die Liebhaber von Outdoor-Kleidung, «die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen», erklärte Greenpeace-Chemie-Experte Manfred Santen.

Textilhersteller müssten riskante Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen, forderte Santen. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden von der Outdoor-Industrie bei der Herstellung wasserdichter Membrane sowie wasser- und schmutzabweisender Beschichtungen verwendet.

Noch höheren Konzentrationen gefunden worden

Elf der 40 Produktproben enthielten laut Greenpeace die gesundheitsschädliche, krebserregende Perfluoroktansäure (PFOA). Die Konzentration habe dabei über dem derzeit schon in Norwegen geltenden Grenzwert von einem Mikrogramm pro Quadratmeter gelegen. Andere sehr langlebige PFC seien teilweise in noch höheren Konzentrationen gefunden worden.

Die Schadstoffe verursachen laut Greenpeace vor allem in den Herstellungsländern Schäden an Mensch und Natur. Daher sollten Verbraucher vor dem Kauf prüfen, «ob sie ihre Outdoor-Ausrüstung für einen Gipfelsturm oder Spaziergang benötigen», erklärte Santen.

Oftmals gebe es PFC-freie Alternativen. Wetterfest und PFC-frei seien zum Beispiel Textilien aus Polyester und Polyurethan. Greenpeace bemüht sich seit 2011 mit der Kampagne «Detox» darum, dass Firmen bis 2020 Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Seon AG - Der Bergsportartikel- und Outdoorkleider-Hersteller Mammut verkauft die Seilproduktion an das ... mehr lesen
Das Mammutwerk im Aargau.
Nachhaltiger Bergsport ist möglich.
Adventskalender Die Natur pur erleben, das ist für viele Bergsportler der Grund, warum sie in die Berge gehen. Aber haben nicht gerade ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ... mehr lesen  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein immer hässlicheres ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem Zika-Virus festgestellt ...
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 15°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 18°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten