Grenze zwischen Gazastreifen und Ägypten geschlossen
publiziert: Dienstag, 13. Sep 2005 / 17:47 Uhr

Gaza - Einen Tag nach dem Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen haben ägyptische Soldaten ihre Kontrolle über die Grenze nach Ägypten bisher nicht wahrnehmen können.

Die Ägypter werden die Grenze erstmals seit 1967 wieder bewachen.
Die Ägypter werden die Grenze erstmals seit 1967 wieder bewachen.
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Die palästinensischen Sicherheitskräfte wollen sie deshalb schliessen.

Unbehelligt überquerten dutzende Menschen die Grenze in beide Richtungen, wie ein afp-Reporter berichtete.

Der Stacheldraht war an mehreren Stellen durchbrochen; es reichte ein kleiner Sprung, um in der durch die Grenze geteilten Stadt Rafah von der einen auf die andere Seite zu gelangen.

Grenze ab Mitternacht gesperrt

Zahlreiche Palästinenser kehrten mit Kisten voller Lebensmittel und Zigaretten in den Gazastreifen zurück, die sie in Ägypten billiger einkaufen konnten.

Vielfach reisten die Menschen auch über die Grenze, um Familienangehörige zu besuchen.

Die Grenze werde ab Mitternacht gesperrt sein, sagte ein Befehlshaber der palästinensischen Sicherheitskräfte.

Vier Bataillone mit insgesamt 1200 Mann würden dort stationiert und jeden Übertritt verhindern.

Schmuggel verhindern

Mit dem Abzug der israelischen Armee, die eine Pufferzone zwischen Ägypten und dem Gazastreifen eingerichtet hatte, waren am Wochenende erstmals seit 1967 mehrere hundert ägyptische Soldaten an der Grenze stationiert worden.

Sie sollen die Grenze sichern und Waffenschmuggel in den Gazastreifen verhindern. Zumeist griffen sie aber nicht ein.

Ungeklärt blieb der Status von Gaza. Gemäss Medienberichten will die Regierung von Premier Ariel Scharon keine Verantwortung für das Gebiet des Gazastreifens wahrnehmen.

Dies wolle der Regierungschef am Rande der UNO-Generalversammlung in New York erklären. Ein Ende der Besatzung werde er damit aber nicht bekannt geben, schreibt etwa «Haaretz».

Verlassene Siedlungen

Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei besuchte derweil zusammen mit mehreren Ministern verlassene jüdische Siedlungen und in der einstigen palästinensischen Enklave Mawasi eine Schule.

Der Rückzug Israels aus dem Gazastreifen solle den Weg zur Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates ebnen. «Wir müssen das Westjordanland zurückbekommen und auch Jerusalem, unsere ewige Hauptstadt», sagte Korei.

Die israelische Armee hatte in der Nacht zum Montag den Gazastreifen geräumt und damit 38 Jahre Militärverwaltung durch Israel beendet. Mitte August waren die 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen geräumt worden.

(rr/sda)

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