Griechen wollen Änderungen am Sparpaket
publiziert: Samstag, 23. Jun 2012 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Jun 2012 / 17:57 Uhr
Jean-Claude Juncker
Jean-Claude Juncker

Athen - Mit Steuersenkungen sowie Hilfen für Arme und Arbeitslose will die neue griechische Regierung die Folgen ihres Sparprogramms abmildern. Dies geht aus dem Koalitionsvertrag hervor, der am Samstag in Athen veröffentlicht wurde.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
5 Meldungen im Zusammenhang
Athen strebt weitreichende Änderungen des mit den Geldgebern vereinbarten Sparprogramms an. Zudem erklären die drei Koalitionspartner - Konservative (Neo Democratia), Sozialisten (Pasok) und Demokratische Linke (Dimar) - für den Verbleib Griechenlands im Euroraum arbeiten zu wollen.

Am Montag werden die Kontrolleure der Geldgeber von EU, europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Athen erwartet. Die Vertreter der sogenannten Troika wollen einen Kassensturz machen und die Beratungen mit der neuen Regierung aufnehmen.

Das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken (Syriza) kritisierte, der Koalitionsvertrag sei eine unbestimmte Absichtserklärung der Parteien, die sich in Wirklichkeit für die Fortsetzung des harten Sparprogramms einsetzten.

Länger Arbeitslosengeld

Die Regierung hat viel vorgenommen: Sie will eine zweijährige Streckung der Sparauflagen erreichen. Ziel sei aber auch, den Weg für «Wachstum einzuschlagen» und Teile des Sparpakts zu ändern, «ohne dabei den europäischen Kurs des Landes oder seinen Verbleib in der Eurozone zu gefährden», heisst es im Koalitionsvertrag.

Die Regierung werde «Ungerechtigkeiten rückgängig machen», die es bei Renten und kleinen Gehältern in den letzten Jahren gegeben habe. Zudem soll Arbeitslosengeld statt bislang ein Jahr künftig 24 Monate ausgezahlt werden.

Stufenweise soll der Steuerfreibetrag von heute 5000 Euro erhöht werden. Angestrebt werde ein Freibetrag von 8000 Euro, hiess es. «Keine weitere Kürzung der Löhne und Renten; keine neuen Steuern», führt der Koalitionsvertrag als «allgemeine Bestrebung» an.

«Gerechteres Steuersystem»

Bei aller Verschlankung der staatlichen Strukturen soll es keine Entlassungen mehr geben. Die Zahl der Staatsbediensteten soll stufenweise reduziert werden, in dem nur eine von zehn Stellen wieder besetzt wird, die durch natürlich Fluktuation frei werden.

Der Sparpakt sieht bislang vor, dass in den nächsten zwei Jahren rund 150'000 Staatsbedienstete entlassen werden. Die Koalitionsregierung will auch ein neues, «gerechteres Steuersystem» einführen. Details wurden nicht genannt. Zudem will die neue Regierung an den geplanten Privatisierungen festhalten.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt und steigt. Im Mai erreichte die Arbeitslosenquote mit 23,1 Prozent ... mehr lesen
Für die am Boden liegende griechische Wirtschaft gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Athen - Griechenland hat eingeräumt, bei der Umsetzung der Reformen hinterherzuhinken. «Die Wirtschaft hat zwei schwierige Wahlen hinter sich und das Programm ist bei ... mehr lesen
Die Vertreter von EU überprüfen die ins Stocken geratenen Reformbemühungen, die Griechenland als Bedingung für das 130 Mrd. Euro schwere Rettungspaket erfüllen muss.
Weg frei für weiteres Sparpaket in Griechenland.
Athen - Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte das umstrittene Sparpaket gebilligt und damit den Weg für ein ... mehr lesen
Athen - Das griechische Parlament hat die entscheidende Debatte über das innenpolitisch heftig umstrittene Sparprogramm ... mehr lesen
Griechenland: Erneute Streiks von Bus- und Bahnfahrer gegen geplante Einschnitte.
Parlamentsgebäude in Athen.
Parlamentsgebäude in Athen.
Wegen geplanter Entlassungen  Athen - Aus Protest gegen geplante Entlassungen sind die griechischen Staatsangestellten am Mittwoch für 24 Stunden in den Streik getreten. Ministerien und andere Behörden wie Steuerämter blieben geschlossen. In staatlichen Spitälern wurden nur Notfälle behandelt. 
Griechisches Gericht stoppt Streiks im Energiesektor Athen - Die Gefahr umfangreicher Stromausfälle mitten in der ...
Leichter Rückgang  Athen - Hoffnungsschimmer für Griechenland: Die Arbeitslosigkeit ist im März leicht zurückgegangen - allerdings nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Arbeitslosenquote lag bei 26,8 Prozent nach 27,2 Prozent im Vorjahresmonat.  
Arbeitslosenquote in den USA sinkt auf Vorkrisenniveau Luxemburg - Während der konjunkturelle Aufschwung in den USA eine tiefere Arbeitslosigkeit mit ...
Am höchsten ist die Erwerbslosigkeit nach wie vor in Griechenland und Spanien.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    Viele... Palästinenser sind derart fanatisiert, dass es nicht möglich ist, sie ... heute 13:37
  • kubra aus Port Arthur 3003
    man darf gespannt sein, wie der gelernte Anwalt Putin reagiert. Es gibt nicht ... heute 12:42
  • kubra aus Port Arthur 3003
    Immer wieder spannend zu erfahren, in was der Beruf des Anwaltes sich eine ... heute 12:27
  • kubra aus Port Arthur 3003
    Memen schaffen Hat was. Putin's Russland ist für keinschaf sein Sennentuntschi. Ich ... heute 12:00
  • Kassandra aus Frauenfeld 915
    Troll finde ich toll! Aufregung wäre völlig fehl am Platz, es würde das schon lange nicht ... heute 11:29
  • HeinrichFrei aus Zürich 337
    Wer Frieden will darf kein Kriegsmaterial exportieren Krieg in Syrien, im Irak, in Libyen und jetzt im Gazastreifen. Wir ... gestern 21:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    In... Ländern mit einer ordentlichen Regierung und einer funktionierenden ... gestern 11:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    Beim... einseitigen Abkopplungsplan hatte Israel damals gesagt: "gebt den ... gestern 10:52
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 14°C 18°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 14°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 15°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 16°C 22°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 18°C 24°C bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten