Griechenland erhält auch von den USA Unterstützung
publiziert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 23:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Mrz 2010 / 23:44 Uhr
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George Papandreou kann auf die USA zählen.
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Washington - Im Kampf gegen Spekulanten bekommt das hoch verschuldete Griechenland nach Gesprächen mit den Europäern auch von den USA Unterstützung. Nach Beratungen mit US-Präsident Obama sagte Regierungschef Papandreou, Obama begrüsse entsprechende Initiativen in Europa.

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Er habe vom US-Präsidenten in dieser Frage eine «positive Antwort» erhalten, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou nach Angaben der Finanz-Agentur Bloomberg in Washington. Obama habe auch seine Unterstützung für die Massnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland deutlich gemacht.

EU soll Führungsrolle übernehmen

Um Finanzhilfen bat Papandreou die USA laut eigenen Aussagen nicht. Der amerikanische Regierungssprecher Robert Gibbs hatte zuvor erklärt, dass die EU im Kampf gegen die griechische Schuldenkrise die Führungsrolle übernehmen sollte.

Deutschland und Frankreich wollen gemäss einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» Spekulationsgeschäfte gegen Staaten und grosse Unternehmen mit einer gemeinsamen Initiative eindämmen. Dazu solle der Handel mit bestimmten Wertpapieren beschränkt oder sogar ganz verboten werden, hiess es.

Brief an Barroso

Regierungsvertreter in Berlin und Paris kündigten nach Angaben der Zeitung an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy EU-Kommissionschef José Manuel Barroso per Brief zum Handeln auffordern wollten.

Ziel sei eine Richtlinie, die ungedeckte Leerverkäufe von Aktien untersagt, den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) eingrenzt und Finanzgeschäfte ohne Einschaltung einer Börse beschränkt. Ganz verboten werden sollten die CDS allerdings nicht, da die Wirtschaft sie zur Absicherung benötige.

Vor globaler Finanzkrise gewarnt

Papandreou hatte in den USA davor gewarnt, dass die Schuldenkrise seines Landes eine neue globale Finanzkrise auslösen könnte. Griechenlands massive Verschuldung habe bereits Auswirkungen auf Europa und könne einen Dominoeffekt in Form steigender Kreditkosten für andere verschuldete Staaten nach sich ziehen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, verlangten am Dienstag in Luxemburg zudem die Schaffung eines europäischen Währungsfonds. «Das ist kein Instrument für Griechenland, sondern das ist in die Zukunft gedacht», so Merkel.

(fest/sda)

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