Griechenland erhält offenbar mehr Zeit für Umsetzung der Sparrunde
publiziert: Dienstag, 23. Okt 2012 / 21:56 Uhr
Die Koalitionsparteien konnten sich auch heute nicht auf Teile des Spar- und Reformprogramms einigen.
Die Koalitionsparteien konnten sich auch heute nicht auf Teile des Spar- und Reformprogramms einigen.

Athen - Das Tauziehen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern um eine neue Sparrunde in dem Land dauert an. Die Zeit wird knapp, Griechenland hat nur noch bis zum 16. November Geld. Laut einem Zeitungsartikel scheint jedoch ein Ausweg absehbar.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
7 Meldungen im Zusammenhang
Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» soll Athen zwei Jahre mehr Zeit für die Sanierung des maroden Staatshaushalts erhalten. Das Land müsse die Neuverschuldung statt 2014 erst 2016 wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken, berichtet das Blatt in seiner Ausgabe vom Mittwoch.

Auch die Fristen für die Umsetzung von Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Energiewirtschaft sowie für den Verkauf staatlicher Betriebe und Grundstücke werden demnach verlängert.

Ministerpräsident Antonis Samaras könne auch damit rechnen, dass die Euro-Partner in Kürze den nächsten Hilfskredit von fast 32 Milliarden Euro freigeben. Dies ergebe sich aus dem Entwurf für ein «Memorandum of Understanding» der Griechen und ihrer internationalen Geldgeber, schreibt die «SZ» weiter.

Streit um Arbeitsmarkt-Reform

Am Dienstagabend wandte sich Ministerpräsident Antonis Samaras mit einer kurzen Rede an das Volk. Er rief alle Griechen auf, im Kampf gegen die Krise grösstmögliche Einigkeit zu zeigen. «Ich schaue nach vorne und fordere die grösstmögliche Einigkeit.» Diejenigen die jetzt Mut zeigen werden, «werden das Land retten», sagte er.

Die Koalitionsparteien konnten sich auch am Dienstag nicht auf Teile des Spar- und Reformprogramms einigen. Knackpunkt waren dabei Forderungen der Geldgeber nach Reformen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Troika aus Europäischer Union (EU), Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) muss grünes Licht geben, damit Griechenland die nächste Tranche der Hilfe in Höhe von 31,5 Milliarden Euro erhält.

«Das, was die Troika verlangt, ist, die Arbeitsrechte dem Erdboden gleichzumachen», klagte Kouvelis. Venizelos erklärte, seine Partei unterstütze die Regierung voll und ganz. Die Troika dürfe jedoch nicht Themen anpacken, die nicht zum Sparen beitragen würden. Dies betreffe vor allem Reformen im Bereich des Arbeitsrechts.

«Das Land ist kein Protektorat»

Es sei «unfassbar», dass nun neue Forderungen nach Reformen auf dem Arbeitsmarkt gestellt würden, hiess es aus Kreisen des Finanzministeriums. «Das Land ist kein Protektorat», sagte Sozialistenchef Venizelos im griechischen Fernsehen.

Die drei Koalitionsparteien befürchten, dass ihre Abgeordneten die Zustimmung zu einigen Sparmassnahmen und Reformen verweigern und damit eine Regierungskrise auslösen könnten. Unter den Parlamentariern der Sozialisten und Demokratischen Linken herrsche «helle Aufregung», berichteten mehrere griechische Medien.

Seit Juni schrumpfte die Mehrheit der drei Koalitionsparteien von 179 auf 176 Abgeordnete im griechischen Parlament, das insgesamt 300 Volksvertreter zählt.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Das griechische Parlament hat in der Nacht zum Sonntag den Haushalt 2014 gebilligt. Für den Haushaltsentwurf stimmten 153 ... mehr lesen
Brüssel übte weiter Druck auf Athen aus: Während in Athen im Parlament abgestimmt wurde, hiess es, die Geldgeber-Kontrolleure wollen erst im Januar wieder nach Athen reisen, um Bücher zu prüfen.
Die konservative Partei von Ministerpräsident Antonis Samaras trennte sich von einem Abgeordneten. (Archivbild)
Athen - Nach der umstrittenen Verabschiedung des neuen Sparpakets in Griechenland schrumpft die Mehrheit der Regierungskoalition weiter. Nur Stunden nach dem knappen ... mehr lesen
Athen - Die Verhandlungen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern über die geforderten Arbeitsmarktreformen stocken noch immer. Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer ... mehr lesen
Das griechische Parlament soll anfangs November über die Arbeitsmarktreformen entscheiden.
Bankangestellter stürzte sich in der Pause in den Tod: Selbstmord-Schauplatz Akropolis
Etschmayer Die Abstraktion ist ein machtvolles Mittel: Wenn über die Folgen der EU-Krisen-Sparpolitik gesprochen wird, fliegen massenweise Prozentzahlen, Milliardenbeträge und Wachstumsraten im positiven und ... mehr lesen
Brüssel - Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen die europäische Bankenaufsicht möglichst schnell umsetzen. Allerdings dürfte ... mehr lesen
Frankreichs Staatspräsident François Hollande rechnet dagegen durchaus mit einem Startschuss zum Jahreswechsel. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Eurozone sieht gute Fortschritte bei den Reformanstrengungen in Griechenland.
Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben der griechischen ... mehr lesen
Athen - In der griechischen Hauptstadt Athen ist es am Rande einer friedlichen Demonstration von zehntausenden Menschen zu ... mehr lesen
Massive Streiks in Griechenland gegen neues Sparprogramm
Antonis Samaras, Ministerpräsident Griechenland
Antonis Samaras, Ministerpräsident ...
Griechenland  Athen - Griechenland wird nach den Worten von Ministerpräsident Antonis Samaras keine neuen Finanzhilfen mehr brauchen. Nach dem Auslaufen des Rettungsprogramms werde es kein weiteres geben, sagte Samaras der Zeitung «Realnews» vom Sonntag. 
Jean-Claude Juncker besucht zur Zeit Griechenland.
Neuer EU-Kommissionschef Juncker fordert Reformen in Griechenland Athen - Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Griechen für ihre ...
Griechenlands Wirtschaft wächst dank Tourismus Athen - Die Hoffnungszeichen für Griechenland mehren sich: Erstmals nach ...
Griechisches Gericht stoppt Streiks im Energiesektor Athen - Die Gefahr umfangreicher Stromausfälle mitten in der ...
Wegen geplanter Entlassungen  Athen - Aus Protest gegen geplante Entlassungen sind die griechischen Staatsangestellten am ...  
Parlamentsgebäude in Athen.
Griechisches Gericht stoppt Streiks im Energiesektor Athen - Die Gefahr umfangreicher Stromausfälle mitten in der Tourismus-Saison ist in ...
Titel Forum Teaser
  • kubra aus Port Arthur 3151
    Vor dem militärisch-industriellen Komplex hat schon Eisenhower gewarnt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ... heute 20:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Die... gestörten und kriminellen "europäischen" Muslime die aus D, CH, F etc. ... heute 15:58
  • Kassandra aus Frauenfeld 998
    So sollte es sein! Die Realität ist eine andere. Hunderttausende vertriebene und noch ... heute 11:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Interessant... ist, dass dieser Menschenschlag nur dann stark ist, wenn er ... heute 09:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Israel... ist als jüdischer Staat gegründet worden und als solcher ... gestern 16:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Diese... Granate ist als Drohung vor den am Wochenende beginnenden ... gestern 13:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 998
    Wohin führt das noch? Zerfallen die Demokratien? In den USA lebt der Konsum bereits von ... gestern 12:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2441
    Dieser... islamistische Albtraum muss schnell und radikal beendet werden. Es wird ... gestern 10:22
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 14°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 15°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 22°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 15°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 17°C 22°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten