Griechenland höher verschuldet als angenommen
publiziert: Donnerstag, 22. Apr 2010 / 13:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Apr 2010 / 13:47 Uhr

Brüssel - Die Schuldenkrise Griechenlands ist schwerer als bisher bekannt: Die EU-Statistikbehörde Eurostat korrigierte das öffentliche Defizit Griechenlands für das Jahr 2009 auf 13,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) nach oben.

Hauptsitz des Internationalen Währungsfond in Washington.
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Die Regierung in Athen hatte die Neuverschuldung zuletzt mit 12,9 Prozent angegeben. Es ist bereits die dritte Korrektur des griechischen Defizits innerhalb eines Jahres.

Es könnte aber auch noch höher liegen: Wegen noch nicht bekannter Daten aus der Sozialversicherung könnte der Wert nochmals um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigen, berichteten die Statistiker am Donnerstag.

Staatsdefizit verdoppelt

Ende 2009 hatte die neugewählte griechische Regierung die Vorhersage für das Staatsdefizit auf 12,7 Prozent des BIP verdoppelt. Später besserte Athen die Zahl auf 12,9 Prozent nach.

Die Gesamtschulden Griechenlands liegen bei rund 300 Milliarden Euro. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben Griechenland für dieses Jahr Hilfen in Höhe von bis zu 45 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

273 Milliarden Euro Schulden

Mit der nun nach oben korrigierten Neuverschuldung wird immer wahrscheinlicher, dass Griechenland diese Kredite in Anspruch nehmen muss. Die neuesten Zahlen belegen, dass das Land sich an den Rand der Staatspleite manövriert hat. 2009 beliefen sich die Schulden des Euro-Landes auf 273 Milliarden Euro und damit auf 115 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

Die griechische Regierung hat bereits angekündigt, dass sie dennoch an den bestehenden Sparzielen festhalten will. Sie will in diesem Jahr das Defizit mit einem drastischen Sparprogramm auf 8,7 Prozent senken. Dafür wären nach den neuesten Daten noch stärkere Anstrengungen erforderlich.

(pad/sda)

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