Kein Rettungspaket bei Wahlsieg
Griechenlands Linke spielt mit dem Feuer
publiziert: Freitag, 1. Jun 2012 / 20:07 Uhr
Alexis Tsipras will am Euro festhalten.
Alexis Tsipras will am Euro festhalten.

Athen - Der Vorsitzende der radikalen Linksallianz Syriza in Griechenland will das internationale Rettungspaket für sein Land im Fall eines Wahlsiegs für nichtig erklären. Eine teilweise Umsetzung der Bedingungen sei nicht machbar, bekräftigte Alexis Tsipras am Freitag.

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«Die erste Tat einer Regierung der Linken, sobald das neue Parlament vereidigt ist, wird eine Annullierung des Rettungspakets und der Gesetze zu seiner Umsetzung sein», sagte Tsipras. «Lasst die Leute wissen, dass es in Griechenland noch eine Demokratie gibt». Gleichzeitig betonte Tsipras aber auch, am Euro festhalten zu wollen.

Syriza lag in einigen der jüngsten Umfragen gleichauf mit den Konservativen der Nea Dimokratia (ND), in anderen Umfragen zwei bis drei Prozentpunkte hinter ihnen.

Am 17. Juni wählen die Griechen zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen ein neues Parlament. Das Ergebnis der ersten Wahl am 6. Mai hatte eine Regierungsbildung unmöglich gemacht.

«Diejenigen, die das Rettungspaket ablehnen, sind wie kleine Kinder, die mit Streichhölzern in einer Schwarzpulver-Lagerhalle spielen», warnte der Chef der Konservativen, Antonis Samaras, vor Anhängern.

Griechenland drohe in einen unkontrollierbaren Alptraum zu fallen, wenn es sich von dem 130 Milliarden Euro schweren Rettungspaket mit seinen Auflagen abwenden sollte.

(bert/sda)

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Griechenland hat die EU in der Hand.
Griechenland ist pleite.
Wer pleite ist, hat nichts mehr zu verlieren.
Wer nichts mehr zu verlieren hat, hat seine Gläubiger in der Hand.

Dafür ist nicht nur die EU zu vollmundig, sondern auch einige Zeitgenossen zu beschränkt (nicht auf die Mengenlehre bezogen), um dies zu begreifen.

Die EU hat vollmundig gedroht, kein weiteres "Rettungsschirmchen" mehr loszulassen, wenn die Griechen nicht endlich der Diktatur gehorchen und ihr Volk ruinieren.
Nun wird sich bald zeigen, wie leer diese Drohung war und es wird unangenehm werden, für alle Grossschwätzer. Denn Griechenland wird wohl nicht freiwillig austreten, wenn die Linke gewinnt und ein Ausschluss ist rechtlich nicht vorgesehen.

Tja, Vorsehen wäre einmal besser als Nachsehen gewesen. Jetzt hat Griechenland vielleicht bald Ficki und Mühle, wird im EURO-Raum verbleiben und entweder einen Domino-Effekt auslösen, wenn sie kein Geld erhalten oder wird neues Geld erhalten und damit die anderen EU-Länder zu noch höheren Schulden zwingen. Insbesondere D wird keine Freude haben.
Rechnung nicht aufgegangen. Ob da schlechte Stat..ä Mathematiker am Werk waren?
Passt irgendwie nicht zusammen!
Am Euro festhalten, aber das Rettungspaket kündigen. Wie soll denn das gehen? Die Griechen haben die Mathematik weit vorangebracht, aber auch ihnen ist bis heute die Quadratur des Kreises nicht gelungen.
Bin wirklich gespannt, Kyrie Syriza!
.
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