Konjunktur
Griechenlands Wirtschaft wächst dank Tourismus
publiziert: Freitag, 1. Aug 2014 / 22:46 Uhr
Die Touristenzahlen brechen alle Rekorde. (Symbolbild)
Die Touristenzahlen brechen alle Rekorde. (Symbolbild)

Athen - Die Hoffnungszeichen für Griechenland mehren sich: Erstmals nach 2008 hat es im zweiten Quartal 2014 ein Wirtschaftswachstum gegeben. Nach Berechnungen des Zentrums für Planung und Ökonomieforschung (KEPE) in Athen lag es bei 0,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

5 Meldungen im Zusammenhang
Motor des leichten Wachstums sei hauptsächlich der Tourismus, heisst es im Bericht, der am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurde. Die Touristenzahlen brechen alle Rekorde. Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet mit mehr als 20 Millionen Touristen in diesem Jahr - etwa zehn Prozent mehr als 2013.

Das seien «zwei Touristen pro Einwohner», sagte Samaras kürzlich. «Es ist die beste Saison, seitdem ich zurückdenken kann», erklärte Hotelier Dimitris Skalidis nahe der Touristenstadt Nafplion auf der Halbinsel Peloponnes.

Im ersten Quartal 2014 war die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes noch um 0,9 Prozent geschrumpft. Im dritten und vierten Quartal soll es KEPE zufolge ein Wachstum von jeweils knapp 1,2 und 1,9 Prozent geben. Ende 2014 rechnet KEPE im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wachstum zwischen 0,56 und 0,72 Prozent.

Zuversicht auch beim IWF

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Griechenland 2014 erstmals nach Jahren der schwersten Rezession ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent ausweisen wird. Das griechische Finanzministerium erwartete zuletzt 0,6 Prozent.

Die Hoffnungen nährte zuletzt die erfolgreiche Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte Mitte Juni mit einer längerfristigen Anleihe. Die Regierung reklamiert Sparfortschritte für sich, auch ein Haushaltsüberschuss ohne Berücksichtigung der Schuldzinsen sei geschafft.

Der IWF warnte aber, dass der immense Schuldenberg zu langsam abgetragen werde, die Europäer müssten sich auf weitere Hilfen für Athen einstimmen. Die internationalen Geldgeber sehen die Reformen nur zögerlich vorankommen. Und die Arbeitslosigkeit ist weiter hoch: Noch immer sind mehr als 27 Prozent ohne Arbeit.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Die Touristen lassen sich von der Krise in Griechenland nicht mehr ... mehr lesen
Aus Deutschland kamen laut Elstat rund elf Prozent der Besucher.
Die Tourismusbranche wünscht sich politische Stabilität.
Athen - An der Athener Börse geht es abwärts, die Sorgen um die Zukunft des Landes wachsen wieder. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Krisenland: Einer der wichtigsten ... mehr lesen
Athen - Griechenland wird nach den Worten von Ministerpräsident Antonis Samaras keine neuen Finanzhilfen mehr brauchen. Nach dem Auslaufen des Rettungsprogramms ... mehr lesen
Antonis Samaras, Ministerpräsident Griechenland
Jean-Claude Juncker besucht zur Zeit Griechenland.
Athen - Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Griechen für ihre Reformbemühungen gelobt. Die Sparmassnahmen müssten aber auch fortgesetzt werden, ... mehr lesen
Athen - Die Gefahr umfangreicher Stromausfälle mitten in der Tourismus-Saison ist in Griechenland vorerst gebannt. Ein ... mehr lesen
Grössere Touristenzentren waren bisher nicht von den Stromausfällen betroffen.(Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Im Hauptort Karyes fand eine kurze feierliche Messe statt.
Auf der Griechenlandreise  Athen - Russlands Präsident Wladimir Putin ist am zweiten Tag seiner Griechenlandreise zur Mönchsrepublik Berg Athos gepilgert. Der Berg Athos ist eine Hochburg des orthodoxen Christentums. mehr lesen 
Treffen in Athen  Athen - Russland und Griechenland setzen trotz zahlreicher Schwierigkeiten ihre Kooperation fort und ... mehr lesen  
Politische Gespräche  Athen - Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Freitag zu politischen Gesprächen in ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Basel -2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 5°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -6°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -4°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Lugano 2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten