Lange Schlangen in Athen
Griechische Banken wieder offen
publiziert: Montag, 20. Jul 2015 / 09:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Jul 2015 / 13:37 Uhr

Athen - Nach einer dreiwöchigen Pause haben die griechischen Banken am Montag ihre Türen wieder geöffnet. Vor Geldhäusern in Athen bildeten sich Schlangen, weil viele Kunden an den Schaltern ihre Bankgeschäfte erledigen wollten.

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Allerdings gibt es weiterhin eine Reihe von Beschränkungen für die Ausgabe von Bargeld. Jeder Bürger darf pro Woche nur 420 Euro abheben. Im Ausland kann kein Geld per Kredit- oder Bankkarte abgehoben werden. Schecks werden nicht ausgezahlt, sondern nur dem Konto gutgeschrieben.

Mit den neuen Regeln bleibt die Beschränkung auf 60 Euro Bargeldabhebung pro Tag praktisch bestehen, allerdings müssen die Kunden jetzt nicht mehr jeden Tag am Geldautomaten anstehen. Es genügt, wenn sie einmal in der Woche den Gesamtbetrag abheben - 420 Euro. Bislang verfielen die 60 Euro Höchstsumme am Ende eines jeden Tages.

Produkte sind teurer

Ausserdem sind zahlreiche Produkte teurer geworden, weil die vergangene Woche beschlossene Mehrwertsteuererhöhung in Kraft getreten ist. So werden unter anderem für bestimmte Fleisch- und Speiseölsorten, Kaffee, Tee, Kakao, Essig, Feuerwerkskörper, Toilettenpapier und Kondome 23 statt bisher 13 Prozent Mehrwertsteuer fällig.

Entsprechend steigt der Preis. Der erhöhte Satz trifft auch Dienstleister wie Taxifahrer, Bestattungsunternehmer und Nachhilfelehrer. Anfang August dürften auch die Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr teurer werden.

(nir/sda)

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