Sechs Mal lebenslänglich
Griechischer Terrorist während Hafturlaub verschwunden
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2014 / 11:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Jan 2014 / 11:01 Uhr

Ein zu mehrfacher lebenslanger Haft verurteilter griechischer Terrorist ist während eines neuntägigen Hafturlaubs verschwunden. Dies bestätigte Regierungssprecher Simos Kedikoglou am Dienstag im griechischen Fernsehen.

Der 55-Jährige Christodoulos Xyros war Mitglied der 2001 zerschlagenen, bis dahin gefährlichsten griechischen Terrororganisation 17. November (17N). Der Hafturlaub war nach guter Führung gewährt worden. Die Antiterroreinheit der Polizei wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Insgesamt 23 Opfer

Xyros war 2003 zu sechs Mal lebenslanger Haft verurteilt worden. Weitere vier «Killer» der Terrororgansiation sowie ihr Chef erhielten ebenfalls mehrfache lebenslange Haftstrafen.

Die Terrororganisation 17N hatte zwischen 1975 und 2000 insgesamt 23 Menschen in Griechenland ermordet. Unter den Opfern waren Diplomaten aus den USA, Grossbritannien und der Türkei, griechische Verleger, Politiker und Journalisten sowie Polizeibeamte. Die Organisation verübte zudem mehrere Bomben- und Panzerfaust-Anschläge sowie Raubüberfälle.

(ig/sda)

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